JEVER - Das Präventionsprojekt arbeitet sei Jahren eng mit Lehrern und Schülern in Jever zusammen. Jetzt sollen auch die Väter und Mütter stärker eingebunden werden.
von ulrich schönborn
JEVER - Seit sechs Jahren arbeiten die Haupt- und Realschule, das Mariengymnasium und die Schule am Schlosserplatz in Jever mit dem Präventionsprojekt „Sign“zur Sucht- und Gewaltprävention zusammen (siehe Info-Kasten).Jetzt sollen auch die Eltern verstärkt in das Sign-Programm eingebunden werden. „Wer starke Kinder will, braucht starke Eltern“, betonte Claudia del Valle von der für „Sign“ zuständigen „agentur prevent“ aus Oldenburg. Die Geschäftsleiterin stellte das Projekt „Aktive Elternarbeit“ gestern zusammen mit der „Sign“-Psychologin Katharina Mietz und den „Sign“-Kontaktlehrern Susanne Schneider vom Marien-Gymnasium und Katja Minssen von der HS/RS vor.
Das Programm „Aktive Elternarbeit“ biete z. B. Vorschläge für die Gestaltung von Elternabenden, erklärte Katharina Mietz. Oft seien diese Veranstaltungen sehr formal. Wenn man schon mit der Einladung Spannung wecke und wenn die Abende mit einem gewissen Informations- und Spaßfaktor verbunden seien, könnten mehr Eltern erreicht werden. Ziel sei, dass die Eltern die Schule ihrer Kinder auch als ihre eigene Schule verstünden.
„Häufig stehen bei Elternabenden Sachinformationen und Themen wie Elternratswahlen oder Klassenfahrten im Mittelpunkt“, so Mietz Viele Eltern wünschten sich jedoch einen stärkeren Zugang zur Schule ihres Kindes. Zudem sei es für sie wichtig, sich über die Klassensituation zu informieren und neben der Klassengemeinschaft auch eine Elternegemeinschaft zu bilden.
Das Sign-Projekt habe deshalb Methoden entwickelt, um die Kommunikation der Eltern mit der Schule und der Eltern untereinander zu fördern und die Eltern nachhaltig an die Schule zu binden. In einer Fortbildung hätten die Lehrer diese Methoden bereits kennen gelernt und könnten sie jetzt anwenden und weitergeben.
Sign-projekt setzt auf prävention
Seit dem Jahr 2000
setzt das Sign-Projekt sein ganzheitliches Präventionskonzept an Schulen in Jever und in der ganzen Region um.Von Klasse 5 bis Klasse 10
beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler in einem Bausteinsystem mit Themen wie „Soziales Lernen“, „Sucht“, „Freundschaft-Liebe-Sexualität“ und „Zukunft-Perspektive“.Ermöglicht
wird das Projekt durch die Unterstützung der EWE AG und die Begleitung durch das Kultusministerium.Im Internet
gibt es kostenloses Informationsmaterial unterEin Ansatzpunkt ist die spannendere Gestaltung von Eltern-
abenden
