JEVER - Zehn Treffen liegen hinter den 13 Teilnehmern, jeden Dienstag trafen sie sich in den Räumen des Jugendhauses Jever. Das Thema war „Der rote Faden zur erfolgreichen Erziehung“, das aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet wurde. Nun ist es geschafft, die Absolventen der Elternschule erhielten ihre Urkunde, überreicht durch Jevers Bürgermeisterin Angela Dankwardt. Sie gratulierte zum erfolgreichen Abschluss ebenso wie Yvonne Loers, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Jever.

Die Elternschule ist ein Angebot des jeverschen Bündnisses für Familie. Geleitet wird sie von Diplom-Pädagogin Anika Gräßner-Weber und der Sozial- und Montessori-Pädagogin Christina Haartje-Graalfs. Im September 2007 hatten sie das Projekt gemeinsam mit der Stadt gestartet, und der Erfolg gibt ihnen recht: Der Zuspruch ist enorm, schon jetzt gibt es wieder Anmeldungen für den nächsten Kurs, der am 22. Februar startet. „Ich denke, wir haben eine Lücke gefüllt. Die Eltern staunen oft, dass es so ein Angebot in Jever gibt“, berichtet Christina Haartje-Graalfs.

Neun Kurse liegen jetzt hinter den Pädagoginnen. Dabei haben sich die Abendtermine als besonders beliebt herauskristallisiert. „Da ist die Nachfrage einfach größer“, so Annika Gräßner-Weber vom „Sonnenkäferhaus“. Deshalb liegen die neuen Kurse ebenfalls in den Abendstunden.

In der Elternschule setzen sich die Teilnehmer mit ihrer eigenen Erziehung auseinander, die wiederum als Grundlage für die Erziehung der eigenen Kinder dient. Sie lernen, Probleme sinnvoll anzugehen und zu lösen. „Man lernt andere Blickwinkel kennen und das hilft, aus den eigenen Strukturen auszubrechen“, war die einhellige Meinung aller Teilnehmer, unter denen diesmal ein Vater war.

Es seien oft nur Kleinigkeiten, die das familiäre Miteinander harmonischer werden lassen. Die Elternschule will Anstöße geben, bietet gleichzeitig Hilfestellungen an und fördert den Austausch unter den Eltern. „Oft hilft schon die Erkenntnis, dass andere dieselben Probleme haben“, so eine Teilnehmerin, die allein durch den Austausch in der Elternschule neue Anregungen bekommen hat und bestärkt wurde.

Fortführend zur Elternschule wird seit rund zwei Jahren der Elterntisch angeboten. Dort werden Themen aufgegriffen, die die Eltern bewegen. „Wir haben immer ein offenes Ohr für neue Vorschläge“, meint Gräßner-Weber. Neue Themen sind u. a. Kinder und Vorbilder, zwischen Partnerschaft und Familie, Streitigkeiten unter Geschwistern oder Urlaub und Familie. Eine Neuerung wird sein, dass die Elternschule ab 2011 in der Montessori-Werkstatt beim Tivoli stattfinden wird.

Einen Traum haben die beiden Elternschullehrerinnen noch – einmal einen reinen Väter-Kurs zu organisieren, denn die seien meist in der Unterzahl.

Termine und Infos unter Tel. 04461/939 225.