JEVER - Die Schüler werden per Schiff eine Woche lang die Pazifische Auster erforschen. Am 28. Juli geht es los.

Von Melanie Hanz

Bislang führten die Exkursionen der Wattenmeer-Arbeitsgruppe am Mariengymnasium Jever in die nähere Umgebung: Die Küste mit ihren Salzwiesen und dem Wattenmeer, aber auch den Schlosspark Jever haben die Schülerinnen und Schüler Mona Struckmann, Alexander Schlake, Anna Walentowitz und Leonard Iben unter Leitung von Werner Menke erforscht. Nun können sich drei von ihnen auf eine größere Exkursion vorbereiten: Sie stechen am 28. Juli in Hamburg mit dem Forschungsschiff „Aldebaran“ in See, um eine Woche lang mit Wissenschaftlern die „Pazifische Auster – Ein Neozoon im Wattenmeer“ zu erforschen. Leonard Iben muss leider an Land bleiben, da er als Fünftklässler für den Forschungstörn noch zu jung ist.

Mit dem Austern-Projekt hatte sich die Gruppe beim Meereswettbewerb „Forschen auf See“ des Zentrums für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (Hamburg) beworben – und wurde prompt angenommen. „Das ist toll: Ein richtiges Forschungsschiff, mit irrer Technik und einem Labor, wo wir selbst bestimmen können, was wir brauchen“, freut sich Alexander Schlake. Am Donnerstag nahmen die Schüler das Schiff in Hamburg bereits in Augenschein. Ihre Exkursion führt sie ins Wattenmeer vor Sylt, wo sie Pazifische Austern fischen werden und zum Vergleich Zuchtaustern heranziehen können.

Die Ausbreitung der Pazifische Auster in der Nordsee und ihre Auswirkungen auf die heimischen Muschelbestände ist an der Küste ein Dauerthema. „Dabei geht es weniger darum, dass die Pazifische Auster die Europäische Auster verdrängt: Die gibt es ohnehin schon nicht mehr“, erläutert Werner Menke. Der Zuwanderer ist eher ein Problem für die Miesmuschelfischerei: Die Auster siedelt gerne auf den selben Bänken.