Jever - Diesmal simmerte und brodelte es nicht in der Schulküche: Beim hauswirtschaftlichen Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Jever lautete das Thema in diesem Jahr „Salat to go“. 13 junge Frauen aus allen drei Ausbildungsjahrgängen aus Friesland, Wittmund, Wilhelmshaven und Aurich stellten sich den Prüfungen in Theorie und Praxis.

Die Aufgabe: In 60 Minuten sollte aus regionalen, saisonalen und frischen Lebensmitteln der Salat für die Mensa zubereitet werden. „Die Zeitplanung ist der Aufgabe angepasst“, erklärte Iris Meier: „Ob die Zeit reicht, ist eine Frage der Organisation.“ Dementsprechend akkurat waren Lebensmittel und Kochutensilien an den Arbeitsplätzen angeordnet.

Die stellvertretende Vorsitzende des Kreislandfrauenverbands Friesland-Wilhelmshaven, Heike Langediers, zeichnete mit Kreislandwirt Hartmut Seetzen die Siegerinnen aus. Beide hoben hervor, das die Hauswirtschafterinnen neben Fleiß, stets fortschreitendem Fachwissen und Betriebswirtschaft zunehmend auch „kommunikative und gesellschaftliche Kompetenz“ mitbringen müssen. Gleichwohl gelte es, mit Elan und Innovationskraft nach vorn zu blicken und die Weiterbildung voranzutreiben.

Siegerin Anna Hornung aus Waddewarden, die ihre Ausbildung im GPS-Jugendhilfeverbund „Die Schwalben“ in Moorwarfen erhält, hatte sich gut vorbereitet, „kochte“ sich an die Spitze und erzielte bei der Vortragspräsentation alle 100 Punkte. Samira Gashi (Aurich) belegte Platz 2. Wegen Punktgleichheit wurde der dritte Platz an Kerstin Spicker (Wittmund-Westerdeich), Jessica Dirks (Friedeburg) und Djanira Gashi (Aurich) vergeben.

Die Bandbreite der kreativen Ideen habe sie überrascht, sagte Elvira Fortuin-Sperling, die als Klassenlehrerin an den BBS die Fachrichtung Hauswirtschaft leitet.

Anna Hahnke, Ausbildungsberaterin der Landwirtschaftskammer, bedauerte, dass immer weniger Ausbildungsplätze für die wachsende Anzahl der Hauswirtschaftsbewerberinnen im Schulbereich zur Verfügung stehen.