Jever - Ein weiterer Baustein für die offiziell zur „Fairtrade-Town“ ernannten Stadt Jever steht jetzt im Mariengymnasium: Ein „Fair-o-mat“ – ein Automat mir fair gehandelten Snacks.
Wie berichtet, hatten der Eine-Welt-Kreis und der Frauentreff der ev. Kirchengemeinde sowie der Öko-Theo-Kreis der kath. Gemeinde beschlossen, die Erlöse des gemeinsamen fairen Brunchs für den Automaten zu spenden. „Ein Dank geht aber auch an die Bingo-Umwelt-Stiftung sowie den Vater eines Konfirmanden, der ebenfalls eine erhebliche Summe gespendet hat“, sagte Edzard de Buhr bei der offiziellen Einweihung am Donnerstag.
Insgesamt habe der Automat etwa 2400 Euro gekostet. „Mit dem Geld, das uns zur Verfügung steht, können wir aber auch noch Produkte zum Nachfüllen finanzieren“, so de Buhr.
Der alte Automat ist recycelt und technisch wieder in Stand gesetzt worden. Er funktioniert ohne Strom – wer einen Snack haben will, muss manuell an Rädern drehen.
Betreut wird der Automat von den Schülern selbst. An der Spitze Hille Hobbie, Patrick Sommer und Greta Eden. Die drei kennen den Eine-Welt-Laden in Jever gut, aus dem die Ware kommt. Die Schüler haben ihren Zukunftstag dort verbracht und alles rund um fair gehandelte Produkte gelernt. „Aber auch im Religionsunterricht haben wir uns schon sehr gründlich mit dem Thema beschäftigt“, sagt Patrick Sommer.
Die Lehrerin: Maike Poppinga. Ihr liege das Thema sehr am Herzen, haben die Schüler bemerkt – so konnten auch sie sich schnell dafür begeistern. Maike Poppinga hatte auch die Idee für die Beschaffung des Automaten.
„Aber auch Zuhause achten wir auf fair gehandelte bzw. regionale Produkte“, betont Greta Eden. Sie würden sich freuen, wenn sie auch andere Schüler für das Thema sensibilisieren und es ihnen nahebringen können. Und deshalb freuen sie sich, dass der „Fair-o-mat“ in der Pausenhalle steht, in der sich jeder zum Beispiel fair gehandelte Schokolade, Kekse oder Bananenchips ziehen kann.
Auch Schulleiter Jürgen Plöger-Lobeck freut sich über den Automaten. „Damit werden wir keine großen finanziellen Einkünfte erzielen, das Geld geht in neue Produkte. Es geht rein um die gute Sache an sich“, betonte er.
