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Nachruf Engagement für pädagogische Projekte

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JEVER - Der jeversche Mäzen Dr. Falko Oellrich ist am Mittwoch, 11. Januar, im Alter von 65 Jahren nach schwerer Krebserkrankung gestorben. Der pensionierte Oberstudienrat, der von 1975 bis 2010 Informatik und Mathematik am Mariengymnasium Jever unterrichtete, hatte 2006 die Dr. Falko-Oellrich-Stiftung mit einem Grundkapital von 150 000 Euro unterm Dach der Ja-Wir-Stiftungen gegründet, deren Anlage-Erlöse der jeverschen Kunstschule Kiebitz und der Bibliothek des Mariengymnasiums sowie schulnahen Projekten zugute kommen.

„Mir geht es vor allem darum, Bildung und Leistungsbereitschaft zu fördern und die ehrenamtliche Arbeit, wie sie in der Kunstschule Kiebitz und in der Schulbibliothek des Mariengymnasiums geleistet wird, zu unterstützen.“ So beschrieb Dr. Oellrich selbst sein Engagement.

Darüber hinaus hat er sich aktiv in die Ja-Wir-Stiftung eingebracht und dafür gesorgt, dass privates Mäzenatentums zur Finanzierung sozialer und kultureller Zwecke ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt. „Seine Arbeit war für uns sehr fruchtbar“, sagte Dr. Jens Rütters, Ja-Wir-Geschäftsführer.

Am Mariengymnasium leistete Dr. Falko Oellrich Pionierarbeit in Sachen Computer: Ende der 1970er Jahre installierte er die ersten Apple-Rechner in der Schule. Zudem organisierte er über Jahre hinweg die CeBit-Fahrten des Gymnasiums. Zahlreiche Siege holte er in den Schulschach-Turnieren mit seinen Schachkindern: „Wir sind damals immer an Jever gescheitert“, erinnert sich Dr. Martin Lichte, kommissarischer Schulleiter am Mariengymnasium: Er betreute vor seiner Zeit am Mariengymnasium als Lehrer die Schulschach-AGs am Gymnasium Nordenham.

Nachdem Lichte nach Jever gewechselt war, übernahm er die Schulschach-AG des Mariengymnasiums von Oellrich. „Insofern führe ich das Erbe von Dr. Oellrich fort: Nordenham scheitert noch immer an Jever“, so Lichte. Dr. Falko Oellrich sei immer sehr großzügig anderen gegenüber gewesen – „nur nicht sich selbst gegenüber“, würdigte Lichte seinen ehemaligen Kollegen.

„Wir sind sehr betroffen und traurig, aber auch sehr dankbar“, sagte Ulrike de Buhr, Leiterin der Kunstschule Kiebitz. Dr. Falko Oellrich habe eine große Lücke hinterlassen. Sein Engagement für die Kunstschule sei außergewöhnlich gewesen. „Er hat sich im Hintergrund gehalten, war aber immer sehr hilfsbereit“, so Ulrike de Buhr.

Als Ehrenmitglied der Kunstschule habe er noch viel vorgehabt: So wollte er den Internetauftritt der Kunstschule überarbeiten und modernisieren.

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