JEVER - Die Haupt- und Realschule Jever geht nach den Sommerferien bei der Präventionsarbeit neue Wege und baut ein eigenes Präventionsprogramm auf.
Bislang habe sich die Schule an externen Präventionsprogrammen wie „Sign“ oder „Coool it“ beteiligt, um die Kinder und Jugendlichen auf die Gefahren in der Gesellschaft wie Kriminalität, Drogen oder Alkohol vorzubereiten, berichten Schulleiter Wolfgang Niemann-Fuhlbohm und Schul-Sozialarbeiterin Karin Schulz. Dabei sei es jedoch schwer, Kontinuität zu wahren.
Kontinuität gefragt
Und genau diese Kontinuität steht im Mittelpunkt des neuen Schulkonzepts. Ab dem nächsten Schuljahr wird die Schule feste Präventionsprogramme für jede Klassenstufe anbieten. Los geht es in Klasse fünf mit Sozialtraining und Selbstbehauptung. In Klasse sechs folgen unter anderem eine altersgerechte Aufklärung gegen sexuellen Missbrauch und der Schutz vor Mobbing. In Klasse sieben geht es um sexuelle Aufklärung und Verhütung sowie um Handynutzung, Strafmündigkeit und Gewaltprävention. In Klasse acht geht es unter anderem um Sucht, Alkohol und Drogen, in Klasse neun und zehn um Schuldnerberatung, Zukunftsplanung und Gesundheitspflege.
Für die einzelnen Bausteine holt sich die Schule Experten aus Präventionsvereinen wie Pro Familia, Schlüsselblume und Arbeitsloseninitiative sowie Fachleute aus der Polizei, aus dem Gesundheitsamt und aus Beratungsstellen ins Haus.
Jugendpflege mit im Boot
Dabei nutzt die Schule auch das Netzwerk von Jevers Jugendpfleger Detlef Berger, der eng in das Projekt einbezogen ist. Zudem steht das Jugendhaus als außerschulischer Lernort zur Verfügung.
Viele Angebote des Präventionsprogramms basieren auf ehrenamtlichem Engagement, einige kosten aber auch Geld. Zur Finanzierung des Projekts sucht die Schule deshalb noch Sponsoren.
