JEVER - So richtig viel herausgefunden über die mögliche Konkurrenz zwischen Pazifischer Auster und Miesmuschel haben sie zwar nicht, dennoch war der einwöchige Forschungsaufenthalt auf dem Forschungsschiff „Aldebaran“ für Mona Struckmann, Anna Walentowitz und Alexander Schlake ein tolles Erlebnis. „Es war total interessant“, schwärmt Mona: „Das waren die bisher schönsten Sommerferien.“

Die drei Schüler des Mariengymnasiums arbeiten in der Wattenmeer-AG von Werner Menke mit. Im Frühjahr hatten sie sich mit dem Projekt „Die Pazifische Auster – ein Neozoon im Wattenmeer“ am Meereswettbewerb „Forschen auf See“ des Hamburger Zentrums für Marine und Atmosphärische Wissenschaften beworben. Prompt gewannen die Nachwuchsforscher einen Forschungsaufenthalt auf dem Schiff (die NWZ berichtete) und haben nun nach Auswertung ihrer Ergebnisse den zweiten Platz im Wettbewerb erreicht, wie sie am Freitag stolz berichteten.

Mit dem Forschungsschiff waren Mona, Anna und Alexander vom 29. Juli bis zum 3. August von List auf Sylt aus im Wattenmeer unterwegs, sammelten Austern, vermaßen und beobachteten sie und führten mit Hilfe der Profi-Forscher an Bord und in der Wattenmeerbiologischen Station des Alfred-Wegener-Instituts in List Versuche durch.

„Wir hatten zum Beispiel die These aufgestellt, dass Seesterne natürliche Fressfeinde der Austern sind. Deshalb haben wir Seesterne und Austern gemeinsam in ein Aquarium gesetzt und beobachtet“, berichtet Anna. Leider tat sich dabei gar nichts – die Seesterne machten sich nicht über die Austern her. Die drei Jung-Forscher konnten ihre These somit weder be- noch widerlegen.

Dass die drei Schüler nicht wirklich mit bahnbrechenden Forschungs-Ergebnissen aufwarten können, ist für Werner Menke kein Wunder: „Daran forschen Profis schon seit Jahren und sind bisher zu keinem Ergebnis gekommen“, sagt er.

Doch seine Schüler haben Blut geleckt: „Wir könnten uns alle drei vorstellen, später etwas in dieser Richtung zu machen“, sagt Alexander. Und die Teilnahme am nächsten Wettbewerb haben sie auch schon ins Auge gefasst.