Jever - Im Karlshof werden alle sofort fröhlich empfangen. Es wird geredet, gelacht – und natürlich auch ordentlich geschnippelt. Denn darum geht es an diesem Abend: um das gemeinsame Kochen. Doch dahinter steckt noch mehr.
Erdnusssuppe (für vier Personen)
350g ungesalzene Erdnüsse 2 EL Ernussöl 1/4 TL gemahlenen Ingwer 1/4 TL Sambal Olek Pfeffer, SalzZutaten in einen Mixer geben, fein mahlen, um so den Pindakaas herzustellen. Zwei Bund Suppengrün 2 gehäutete Tomaten 200g gewürfelte Möhren Selleriegrün 4 Pimentkörner 1 gewürfelte Zwiebel 1 Chilischote 3 Gewürznelken 1 Lorbeerblatt 2L WasserAus den Zutaten Gemüsebrühe kochen (ca. 1 Std. köcheln), dann abseihen. Brühe noch mal aufkochen. Den Pindakaas mit etwas Brühe glatt rühren, unter rühren in die Brühe geben, bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis eine dicke Suppe entsteht.
Zum ökumenischen Weltgebetstag, der am 2. März weltweit von vielen Menschen begangen wird, findet auch in Jever wieder ein buntes Programm statt. Und dazu gehört auch der Kochabend, der passend zum Herkunftsland des Weltgebetstags stattfindet: Surinam in Südamerika.
Seit 18 Jahren kümmert sich Gabriele Tiaden jedes Jahr zum Weltgebetstag um diesen Kochabend. „Und jedes Jahr lernen wir Neues dazu“, sagt sie. Viel an einem Stück reden kann sie nicht – schon wird sie wieder gerufen. „Wo haben wir den Ingwer?“, ruft jemand aus der einen Ecke. „Wie soll ich das zubereiten?“, fragt jemand anderes. Gabriele Tiaden hilft überall. Sie war es auch, die im Vorfeld den Einkauf erledigt hat, sich mit den Rezepten befasst hat. Immerhin werden ganze zehn Gerichte an diesem Abend gekocht: Goegerie zum Beispiel, ein vegetarisches Gericht mit Kichererbsen. Aber auch eine Erdnusssuppe, ein Süßkartoffelsalat und „Chakalaka“, die Überlebenssuppe mit gefühlt 100 verschiedenen Zutaten.
All das hat Gabriele Tiaden vorbereitet. Und so konnten die Frauen – und ein Mann – sofort an die Bretchen und losschnippeln. Zwei von ihnen sind Karina Merkel und Burga Reitzenstein. Und die beiden haben eine Menge Spaß. Sie kichern und lachen bis ihnen die Tränen kommen. „Wir kennen uns schon aus der Schulzeit und hatten schon immer viel Spaß zusammen“, erklären sie.
Aber diesen Kochabend nutzen sie auch, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. „Das ist ja das tolle: Wir lernen nicht nur neue Gerichte, sondern auch andere Menschen kennen.“
Und die kommen aus ganz verschiedenen Gemeinden. „Über den Tellerrand schauen, andere Gemeinden kennenlernen und sich austauschen – das ist das wunderbare an solch einem Kochabend“, meint auch Martin Habighorst von der Baptistengemeinde.
Zum ersten Mal dabei sind Liesel Schneider und Manuela Kissel von der katholischen und der Baptistengemeinde. „Wir kennen noch niemanden, aber wer gemeinsam an den Messern steht, der duzt sich sofort“, meint Liesel Schneider und lacht. Alle anderen stimmen ihr zu und sie sind sich einig: Wer einmal zusammen gekocht hat, der ist sich nicht mehr fremd.
