Jever - Um ihrer ehemaligen Schule in Jever einen Besuch abzustatten, ist Antje Naujoks kein Weg zu weit: Ganz aus Israel reist die 50-Jährige an. An diesem Mittwoch, 26. November, hält sie ab 19.30 Uhr einen Vortrag „Von der Nordsee in den Negev – Ein Leben zwischen Holocaust-Forschung und jüdisch-arabischer Koexistenz in Israel“ in der Aula des Mariengymnasiums.
Antje Naujuks hatte im Jahr 1984 ihr Abitur in Jever absolviert. Als Oberstufenschülerin war sie am Projekt „Juden in Jever“ beteiligt, das sie nachhaltig prägte. Nach dem Abitur studierte sie Politologie an der Freien Universität in Berlin und an der Hebräischen Universität in Jerusalem, wo sie anschließend auch als wissenschaftliche Assistentin und in der Öffentlichkeitsarbeit tätig war. Danach forschte Naujuks an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und publizierte diverse wissenschaftliche Aufsätze und Artikel. Zudem arbeitete sie freiberuflich als Übersetzerin für die hebräische Sprache.
Heute arbeitet Naujuks im Kinderheim „Neve Hanna“ bei Beer Sheva am Rand der Negev-Wüste. Dort betreut sie jüdische und Beduinen-Kinder, die auf Jugendtreffen oder in einer Theatergruppe die friedliche Koexistenz von Juden und Muslimen kennenlernen.
Naujuks ist im Verein der Ehemaligen des Mariengymnasiums. In der Vereinszeitschrift „Die alte Schulglocke“ hatte sie bereits über ihren Werdegang und ihre Tätigkeiten im Rahmen der Reihe „Ehemaligen persönlich“ berichtet. Nun kommt sie selbst nach Jever.
Insgesamt wird Antje Naujoks eine Woche in der Region verbringen. Neben dem öffentlichen Vortrag wird es noch einen zusätzlichen Vortrag am folgenden Tag nur für die Schüler des Mariengymnasiums geben.
Außerdem wird Naujoks das Gröschler-Haus an der Großen Wasserpfortstraße besichtigen, das aus dem Projekt „Juden in Jever“ entstanden ist, an dem Naujoks als Schülerin beteiligt war.
Der Eintritt zum Vortrag an diesem Mittwoch ist frei. Weitere Informationen gibt es im Internet unter
