Wechselvolle Geschichte
1864:
Eröffnung der Landwirtschaftsschule1899:
Bau einer gewerblichen Fortbildungsschule1922:
Berufsschule mit gewerblichen und kaufmännischen Klassen1943:
Einführung der Mittleren Handelsschule an der Soestenstraße1946:
Unterrichtet wird nach dem Krieg in Holzbaracken beim heutigen Schwedenheim1947:
Einführung der Einjährigen Höheren Handelsschule1956:
Bezug des neuen Gebäudes an der Museumstraße1967:
Einrichtung der Wirtschaftsoberschule, später Wirtschaftsgymnasium1972:
Erweiterung an der Museumstraße1973:
Die Handelslehranstalt, die landwirtschaftliche Berufs- und Berufsfachschule und die hauswirtschaftliche Berufsschule werden zur BBS I1984:
Die BBS II zieht an den Lankumer Feldweg1999:
Die BBS I wird zur BBS am Museumsdorf
von michael loots
CLOPPENBURG - Die vielerorts geäußerte Kritik an einem mangelnden Leistungsvermögen junger Menschen mag Günter Lübke nicht teilen. Der Schulleiter der Berufsbildenden Schule am Museumsdorf in Cloppenburg sieht zwar auch Eigeninitiative und Wissbegierde als Schlüssel zum Bildungserfolg, aber auf diesem Weg „ist die heutige Jugend nicht schlechter oder besser als in früheren Zeiten.“ Das sagte Lübke gestern vor mehr als 200 Gästen zum 50-jährigen Standortjubiläum der BBS an der Museumstraße. Es stelle sich damals wie heute höchstens die Frage, „ob wir uns genügend um die Jugendlichen kümmern.“Lübke ließ schlaglichtartig die wechselvolle Geschichte des 1956 eingeweihten und damals größten Schulbaus in Südoldenburg inklusive der Berufsbildung Revue passieren. Heute genießen in der BBS rund 2500 Schülerinnen und Schüler eine laut Lübke „anspruchsvolle Ausbildung.“ Er sieht die BBS auch für die Herausforderungen der Zukunft durch Reformdruck und Politik gut gewappnet.
Einen ausgezeichneten Ruf als moderne Bildungseinrichtung mit einem breit gefächerten Angebot attestierte Landrat Hans Eveslage namens des Schulträgers der BBS am Museumsdorf. Auch er sieht die Schule für die Zukunft gut gerüstet, verschwieg aber auch die räumliche Auslastung nicht. Angesichts dieses Problems kündigte der Landrat politische Beratungen über eine Erweiterung an.
Cloppenburgs Erster Stadtrat, Andreas Krems, bescheinigte der BBS eine bildungspolitisch herausragende Bedeutung in der Stadt, die Dr. Georg Pancratz, Leiter der BBS Friesoythe, auf die gesamte Region ausgedehnt wissen wollte. Schließlich seien die BBSen keine Berufsschulen mehr, sondern ihnen fielen Aufgaben wie die Berufsausbildung, die Allgemeinbildung und zunehmend auch Sozialarbeit zu.
Elternvertreterin Bernadette Timmen wünschte sich auch künftig von der BBS, dass sie die Jugendlichen erfolgreich auf Beruf und Gesellschaft vorbereite. Daran hatte Werner Königschulte als ehemaliger Lehrer keinen Zweifel. Er lobte neben dem guten Klima die ständige Orientierung der BBS an einer fortschrittlichen Entwicklung.
