Bösel - Ein Pilotprojekt ist am Donnerstag an der Oberschule in Bösel gestartet: Die Fördergemeinschaft Gutes Hören war zu einem Hörtest-Aktionstag zu Gast.
Angefangen hatte alles vor einigen Jahren. Lehrer Uwe Herbst war bei einem Schüler aufgefallen, dass irgendetwas mit dessen Gehör nicht stimmte. Daraus ist die Idee gewachsen, jährlich in den fünften Klassen einen Hörtest bei den Schülern durchzuführen, um Hörschäden früh zu erkennen.
Neben den Fünftklässlern waren jetzt auch die anderen Klassen eingeladen. Am Nachmittag konnten dann auch Eltern und Geschwister einen Hörtest machen.
„Leise Musik, Gehörschutz oder Hörtests sind bei den Jugendlichen absolut uncool“, sagt Christian Hastedt, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Gutes Hören. Doch der sorgsame Umgang mit dem Gehör sei sehr wichtig. Dies werde besonders deutlich durch die Testergebnisse der letzten Monate: bei 20 000 durchgeführten Tests der Fördergemeinschaft Gutes Hören ist festgestellt worden, dass bereits bei 14 Prozent der Jugendlichen unter 20 Jahren in Deutschland leichte bis mittlere Hörschäden vorliegen.
Deshalb kommt die Fördergemeinschaft mit ihren Hörmobilen in die Schulen, um mit ihrem „Check attaq“ das Interesse bei den jungen Menschen zu wecken. „Gerade Jugendliche sind eine Risikogruppe, was gutes Hören betrifft“, sagt Hastedt. Altersgerechte Aufklärung und regelmäßige Hörtests können dazu beitragen, die Hörgesundheit der Jugendlichen lange zu erhalten.
Die Fördergemeinschaft hatte mit einem Mini-Lärmometer ein Testgerät mitgebracht, mit dessen Hilfe die Schüler ihren MP3-Player auch einmal der „Check attaq“ unterziehen konnten. Der Mini-Lärmometer zeigt nämlich an, ob die bevorzugte Lautstärke sich noch im grünen Bereich befindet oder bereits schädlich für das Gehör ist.
