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Bildung Junge Forscher auf Entdeckungstour

Blexersande - Mit Grillzangen aus Holz stochern die Knirpse mühsam im Gras herum und haben einen klaren Auftrag: Sie suchen Baumaterial für Vogelnester. Ohne Zange wäre das viel einfacher. Aber es gibt einen guten Grund dafür, dass sie beim Basteln der Nester nicht ihre Finger benutzen dürfen. „Die Kinder verwenden die Zangen, um zu erfahren, wie kunstvoll Vögel mit ihren Schnäbeln arbeiten können“, sagt die Naturpädagogin Yvonne Scheffel-Schulz. Sie betreut bei den „Tagen der kleinen Forscher“ die vier Stände des Hegerings Nordenham. Bei den Jägern lernen die Kinder eine Menge über den Themenbereich Natur und Tiere, während sie an anderen 13 Stationen bei Experimenten und Mitmachaktionen spannende Einblicke in die manchmal wundersamen Welten der Physik, Chemie und Technik bekommen. Und das immer mit einem hohen Spaßfaktor.

Schauplatz der naturwissenschaftlichen Exkursionen ist das Gelände der Kinder- und Jugendfarm im Blexersander Seenpark. Am Mittwoch haben sich dort rund 110 Kinder wissbegierige Mädchen und Jungen getummelt, an diesem Donnerstag sind die nächsten 110 an der Reihe. Sie sind alle fünf Jahre alt und besuchen eine der Kindertagesstätten in Nordenham, Kleinensiel und Stollhamm.

13 Kindergärten

Insgesamt machen bei der neunten Auflage der beliebten Experimentiertage 13 Kindergärten mit. In den ersten Jahren hatte das Lokale Netzwerk Nordenham, das vor Ort der verlängerte Arm der Bundesstiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist, die Veranstaltung in die Stadthalle Friedeburg ausgerichtet. Aber weil sich die räumlichen Möglichkeiten dort in Grenzen halten, ist das Forscher-Netzwerk mit den Aktionstagen auf die Kinder- und Jugendfarm umgezogen. „Das war eine goldrichtige Idee“, sagt Netzwerk-Koordinator Jochen Dudeck, der im Hauptberuf die Nordenhamer Stadtbücherei leitet. Er ist froh über das große Platzangebot auf dem Farmgelände und weiß, dass die Kinder die Picknickatmosphäre unter freiem Himmel lieben. Zudem stellt er Farmleiterin Martina Berends und ihren Mitstreitern ein dickes Lob für die „tolle Unterstützung“ aus.

Das Farmteam ist auch selbst mit Stationen vertreten. Es bietet den jungen Forschern zum Beispiel eine Erkundung des Hühnerstalls an, lässt sie die Kaninchen und Meerschweinchen streicheln oder zeigt ihnen, was man aus der Wolle der Farmschafe herstellen kann.

An Zauberei grenzen die Mitmach-Experimente am Stand des Kinderschutzbundes. Dort lernen die Mädchen und Jungen, wie sich ein gefüllter Becher unter dem Einsatz von Luft- und Wasserdruck umkippsicher mit einem Bierdeckel verschließen lässt. Thore macht es vor: Der Junge dreht den Wasserbecher um, ohne dass ein Tropfen herausläuft.

Optische Täuschungen

Über optische Täuschungen staunen die Kinder an der Station der Grundschule Süd. Am Forscherstand der Schule am Siel können sie Figuren auf Geobrettern gestalten. Mit dem Büchereiteam basteln sie Gesichter aus Ton. Mit den Jägern gehen die Kinder auf die Suche nach (zuvor versteckten) Tierknochen und lernen, sie zu bestimmen.

Erstmals mit dabei sind zwei Schülerteams des Gymnasiums Nordenham. Tim Guhse und Eric Kieselhorst erklären den Kindern, wieso einige Luftballons fliegen können und andere nicht. Marc Jeddeloh und Tjark Jaudzim beantworten anhand von Experimenten die Frage, warum sich bestimmte Stoffe nicht mit Wasser mischen lassen.

Als entsprechend qualifizierte Netzwerk-Trainer begleiten Frank Patzke, Marcus Willms und Heide Schlack den Forschertag. Sie schulen für das Projekt auch das Erziehungspersonal in den Kindertagesstätten.

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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