Westerstede - Die einen freuen sich einfach übers bestandene Abi. Die anderen freuen sich nicht nur, sondern erheben sich gleich mal zu Göttern, die nun, mit dem Abschluss in der Gewand-Tasche, den Olymp respektive das Westersteder Gymnasium verlassen. Da wundert das selbstgewählte Motto mit dem Titel „Abikropolis – Die Götter verlassen den Olymp“ auch nicht – und irgendwie, so räumte Schulleiter Norbert Brumloop am Freitag anlässlich der Abiturienten-Entlassung ein, könne man das ja auch verstehen.

Schließlich hätten die Schüler zwölf Jahre des schulischen Wettkampfs überstanden. „Und im Moment schweben Sie im olympischen Himmel“, wandte er sich in seiner Rede an die Abiturienten. Mit Nachdruck legte er seinen ehemaligen Schülern ans Herz, das selbstständige Denken nicht aufzugeben, sich zu engagieren, sich einzubringen, die Werte der Demokratie zu schätzen und zu bewahren.

Insgesamt schafften 104 Schüler das Abitur, 56 von ihnen waren Frauen. 43 Prozent der Abiturienten wollen einer Schulumfrage nach studieren, 23 Prozent streben eine Ausbildung an, gefolgt von denjenigen, die ins Ausland wollen und jenen, die für ein Jahr einen Freiwilligendienst übernehmen.

Das beste Abitur schaffte Hauke Bruns mit der Note 1,1, gefolgt von Maria Przibilla und Kira Vieth, die jeweils eine 1,2 auf dem Zeugnis stehen haben. Tomke Busboom errang eine 1,4. Abräumer des Tages war Lara Ahrens. Die Schülerin bekam nicht nur Preise im Fach Physik und Mathematik, sondern auch im Fach Chemie und eine Ehrung für die Mitarbeit bei der Schülerzeitung. Weitere Geehrte aufgrund ihrer engagierten Leistungen im Unterricht oder auch im Schulleben waren: Jendrik Mann, Max Nickel, Joost van Mark, Fenja Dehaus, Tomke Sütering, Benedikt Vuik, Inken Giesmann, Rebecca Konrad, Greta Liesenhoff, Migueal Intriago Weßling, Hauke Bruns, Lennard Perenthaler, Julian Soika und Merle Knüchel.

Und nun? Sie sind zumindest fürs Leben gerüstet, stellten Inken Giesmann und Hauke Bruns in ihrer Schülerrede fest. Sie wüssten jetzt, dass Kant keine Droge und für das Umrechnen von Zentimetern zu Metern keine Formelsammlung vonnöten sei. Herzlich dankten sie Eltern wie Lehrern und allen voran „Angelika, der Mensa-Mami“ (Angelika Struß) für ihr stets offenes Ohr für die Sorgen der Abiturienten und der stets guten Nervennahrung beim Abi-Stress.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord