Barßel - Einen gepflegten Vorgarten, weiße Zäune, ein dunkles Dach: Die norddeutsche Siedlung fügt sich geordnet ins Landschaftsbild. Dahinter schlängelt sich ein Fluss. Windräder drehen sich.
Bei der Szenerie handelt es sich um einen Teil der Architekturausstellung, die ab sofort voraussichtlich bis zu den Herbstferien in der Aula des Schulzentrums Barßel zu sehen ist. Rund 130 Schüler der Klassen 5 bis 10 der Integrierten Gesamtschule (IGS), Haupt- und Realschule entwarfen ihr Traumhaus. In den Fächern Arbeit, Wirtschaft, Technik sowie Werken und Kunst gestalteten die Schüler im Maßstab 1:100 und 1:50 die Grundstücke.
„Ich habe mich etwas an dem Haus orientiert, worin ich lebe“, sagt Judith Dreier (15) aus Barßel. „Wir mussten erst die Baupläne zeichnen.“ Dann wurde alles aufgemalt, ausgesägt und zusammengeklebt. Das Schwierigste war, Fenster und Türen auszuschneiden, ist sich die 15-Jährige mit Mitschülerin Sarah Czesnik (15) aus Harkebrügge einig.
„Mit Basteln hat das nicht viel zu tun“, sagt Lehrer Dietmar Trimpop, der die Ausstellung organisierte. Ebenfalls waren die Lehrer Günter Kadelke, Erdmut Hahnewald, Matthias Schönbrenner und Ulrike Ude beteiligt.
Ziel war es, im Unterricht eigene Ideen anhand von Modellen praktisch umzusetzen, die Kreativität zu fördern und handwerkliche Fähigkeiten zu erwerben.
Während die fünften Klassen der IGS mit Pappe und im Maßstab 1:100 arbeiteten, fertigten die Neuntklässler der Realschule im Maßstab 1:50 Häuser aus Sperrholz an. Auch Gebäude aus Barßel wie das Rathaus wurden nachempfunden.
Am Mittwoch konnten die Schüler schon in die Ausstellung schauen und auch Fotos machen. „Interessant ist, aus welchem Blickwinkel die Kinder fotografieren“, sagt der Schulleiter der Hauptschule, Werner Sandmann.
