Kampe - Mädchen flanieren in langen Kleidern durch die Gänge, Jungs tragen Gewänder mit bunten Wappen auf der Brust und ein Schwert im Schaft: In der Grundschule Kampe unternimmt man in diesen Tagen eine Zeitreise in die Vergangenheit. Während der Projektwoche der Schule tauchen die Jungen und Mädchen nämlich eine Woche lang ins Mittelalter ein.
Wie haben die Menschen damals gelebt und was haben sie getragen? Die Schüler machen sich dabei auf eine spannende Spurensuche. Es werden Kostüme geschneidert, Wappen entworfen, Schilder, Helme und Rüstungen gebastelt, Cremes und Salben zusammengerührt, Kerzen gezogen und noch vieles mehr, verrät Schulleiterin Wilma Kreienborg.
Unterstützung erhalten die rund 50 Kinder und ihre Lehrerinnen von einer Mittelaltergruppe aus Rhauderfehn, die mit den Kindern innerhalb der Projektwoche auch mal am offenen Feuer kocht – so wie im Mittelalter eben üblich. Der Höhepunkt der Projektwoche folgt dann schließlich an diesem Samstag. Zusammen mit dem Kindergarten Zwergenhaus lädt die Grundschule (Schulweg 12) zum gemeinsamen Sommerfest ein. Los geht’s um 11 Uhr. Um 11.30 Uhr wird das Fest dann offiziell durch die Schüler mit einer mittelalterlichen Tanzeinlage eröffnet.
„Die Kinder können aktiv und hautnah das mittelalterliche Leben miterleben“, sagt Lehrerin Nina Klaaßen. Neben einem Mittelaltermarkt, auf dem die Schüler ihre selbst gemachten Produkte verkaufen können, würden auch viele mittelalterliche Spiele angeboten werden, so Klaaßen weiter. Wer Lust hat, kann sich außerdem auf der Bogenschießanlage versuchen. Einen echten Ritter wird es auch zu bestaunen geben. „Die Kinder dürfen sich mit dem Ritter duellieren“, erzählt die Lehrerin. Da auch holde Burgdamen und tapfere Ritter einmal Hunger haben würden, sei fürs leibliche Wohl natürlich gesorgt, versichert Kreienborg.
Um 16 Uhr ist das Sommerfest zu Ende und die Schüler kehren schließlich wieder ins 21. Jahrhundert zurück und lassen das Mittelalter hinter sich.
