Der Tag des Elisabethfehnkanals fand auch in diesem Jahr statt: Die Bürgerinitiative „Rettet den Elisabethfehnkanal“ nahm ihn zum Anlass, Menschen den Kanal näher zu bringen: Bei einer Fahrt mit der Barkasse „Einigkeit“ bestand für alle Interessierten die Möglichkeit, den Kanal vom Schiff aus zu erkunden. Bei der Schiffstour ging es von Dreibrücken bis zum Küstenkanal und zurück.
Kapitän Achim Lammers aus Ostrhauderfehn steuerte den Dampfer sicher durch den Kanal. Unterwegs brachte Kapitän a.D. Egon Buss den Gästen an Bord die Sehenswürdigkeiten am Kanal in launiger Art näher. Weitere Informationen gab es von Reiseführer Hans Bunger.
Am Tag des Elisabethfehnkanals erinnert die Bürgerinitiative an die Geburtsstunde des Kanals, der heute der letzte noch voll schiffbare Fehnkanal Deutschlands ist. Am 23. Juni 1846, so hält es die Elisabethfehner Chronik fest, begann der „Conducteur“ Ino Hayen Fimmen mit zwei Handlangern, die mögliche Linienführung eines neuen Kanals zu vermessen, der unter anderem durch das bis dahin unerschlossene Ostermoor führen sollte. Diese Planungen markieren den Anfangspunkt des Großprojekts „Hunte-Ems-Kanal“. Ein Teilstück dieser Wasserstraße ist der knapp 15 Kilometer lange Elisabethfehnkanal. Auf Basis der Vermessungen von Firmen wurde er ab Mitte der 1850er Jahre in über 20-jähriger, mühevoller Arbeit gegraben. Zum Abschluss des Tages gab es ein zünftiges Grillfest am Kanal auf der Mühlenstraße. Es herrschte bei herrlichem Sommerwetter eine prächtige Stimmung. Die Initiative hofft nun, dass schon bald mit dem Neubau der Schleuse Osterhausen begonnen wird.
Sie rennen und rennen und schwitzen und schwitzen. 130 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Sonnentau in Elisabethfehn-Süd haben alles gegeben. Beim diesjährigen Sponsorenlauf der Schule sind die kleinen Athleten Runde für Runde, ob zu Fuß oder mit dem Rad, für ihre Schule gelaufen und gefahren. „Schon lange gehen alle Einnahmen, die unsere Schule bei Veranstaltungen einnimmt, in eine Spardose“, sagt Schulleiterin Sigrid Lockstädt-Güttler.
Zur Zeit spart die Schule, um sich eine neue Sprunggrube und eine neue Laufbahn anzuschaffen. „Die brauchen wir, um die Bundesjugendspiele ausrichten zu können. Ein Antrag auf Förderung wurde von der Gemeinde leider abgelehnt“, so Lockstädt-Güttler.
Deswegen hat die Schule das Ganze selbst in die Hand genommen. „Für die neuen Sportanlagen werden rund 20 000 Euro benötigt“, so die Schulleiterin. Da kommt der traditionelle Sponsorenlauf natürlich auch infrage. In diesem Jahr wurden nicht nur Eltern, Großeltern und Freunde als Sponsoren angesprochen. „Wir haben Unternehmen aus Elisabethfehn, Barßel und Harkebrügge angesprochen. Die Bereitschaft war sehr groß“, freut sich die Leiterin der Grundschule.
Dabei lag die Höhe des Spendenbetrags, den die Schüler pro Runde erliefen, im Ermessen der Sponsoren. „Mit den neuen Anlagen wollen wir den Status einer sportfreundlichen Schule erlangen. Und dieser Sponsorenlauf hat das Beste dazu beigetragen“, freut sich Sigrid Lockstädt-Güttler.
Insgesamt kamen durch die Unterstützung von Eltern, Verwandten und Freunden 2090,55 Euro zusammen. Die Firmenspenden betrugen zusammengerechnet 1050 Euro. Damit liegt das Spendenkonto jetzt bei über 10 000 Euro.
Die Schüler der Dritten Klassen fuhren zudem nach Wangerooge und erlebten das Wattenmeer hautnah.
