Bookholzberg - „Sünd ji al do?“ – Mit dieser bekannten Frage des Kaspers an die Kinder begann am Donnerstag das plattdeutsche Kaspertheater des Puppenspielers Uwe Spillmann in der Bookholzberger Grundschule. Spillmann hatte in seiner Theaterkiepe neben dem Kasper allerlei lustige und gruselige Figuren im Gepäck.
So trat in der ersten Geschichte ein bedrohlich wirkendes Monster mit roten Augen und „Gummihöörn“ auf, welches sich aber am Ende der Geschichte als durchaus liebenswürdig entpuppte. Im Rahmen der Plattdüütschen Week, die seit Montag läuft, war Spillmann auch in der Grundschule Heide und in der Grundschule Schierbrok zu Gast. Bürgermeisterin Alice Geerken-Klaas betonte, es sei ein besonderes Anliegen, die plattdeutsche Sprache zu fördern und sie auch an die nachfolgende Generation weiterzugeben. „Dies gelingt mit Ehrenamtlichen und auch dank finanzieller Unterstützung“, sagte sie unter Bezug auf die Spende der Oldenburgischen Landschaft. Die Vereinigung hatte Spillmanns Auftritte durch eine finanzielle Förderung möglich gemacht, wie Landschafts-Präsident Thomas Kossendey erläuterte. Spillmann sagte, ein früher Fremdsprachenerwerb, etwa des Englischen, sei zwar wichtig, „aber es ist genauso toll, wenn Kinder früh anfangen, die plattdeutsche Sprache zu lernen“.
Schulleiterin Dörte Lohrenz freute sich über den Besuch des Kaspers. Es gebe nicht viele Leute, die Plattdeutsch beherrschen und es dann auch noch gut an die Kinder weitergeben könnten. Vor Beginn des Puppenspiels gab Lohrenz mit stimmlicher Begleitung der vierten Klassen plattdeutsche Lieder zum Besten.
