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Kinderhort Schwei „Kein Anlass für Bedenken gegen Umzug“

Schwei/Rodenkirchen - Elke Kuik-Janssen, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Gemeinderat, wundert sich über die Demonstration der Schweier Eltern. Die Eltern hatten sich am Donnerstagvormittag mit 142 Unterschriften gegen die Verlegung des Horts in die Schule gewandt (die NWZ berichtete).

Nach Auffassung von Elke Kuik-Janssen wertet ein Hort eine Grundschule auf und macht sie attraktiver. „Zu vermuten, dass damit die Existenz der Grundschule gefährdet wird, ist widersinnig“, sagt die Ratsfrau.  „Gerade bei sinkenden Schülerzahlen, und die sind in Schwei leider Tatsache, muss man versuchen, schulische Einrichtungen durch zusätzliche Nutzung unentbehrlich zu machen.“

„Alle Horte erhalten“

Sie lud die Eltern ein, den Hort in der Grundschule Rodenkirchen zu besuchen, die sie leitet. Ein Hort sei eine freiwillige Leistung der Gemeinde und nicht etwa gesetzlich vorgeschrieben. Es gelte, alle Horte zu erhalten.

Der im Kindergarten Schwei untergebrachte Hort werde „vorsichtig gesagt in einer rechtlichen Grauzone betrieben“, fasst Elke Kuik-Janssen die Aussage von Sabine Bretzke vom Kultusministerium zusammen. Sabine Bretzke, die für Genehmigungen im Kindergarten-Bereich zuständig ist, hatte sich kurz vor den Sommerferien im Schweier Kindergarten umgesehen und die beengte räumliche Situation erörtert.

An dem Gespräch nahmen Bürgermeister Boris Schierhold, Vertreter der Ratsfraktionen, die Kindergartenleiterin Heike Woltmann-Mehrens und die jetzige Bürgermeister-Kandidatin Andrea Arens teil, die die Eltern-Demo unterstützte. Wie Elke Kuik-Janssen erläutert, verwies Sabine Bretzke auf das Kindertagesstättengesetz, demzufolge Schulkinder – und darum handele es sich bei Hortkindern – nicht in einen Kindergarten gehörten.

Sabine Bretzke droht

Sabine Bretzke drohte mit dem Entzug der Betriebsgenehmigung für den Kindergarten und gewährte eine Frist bis zum 1. Januar für den Umzug des Horts in andere Räume. Dabei sei Bretzke sehr bestimmt aufgetreten.

Deshalb hätten sich alle Beteiligten auf den Umzug in die Grundschule Schwei geeinigt. Elke Kuik-Janssen: „Das Konzept in Schwei wurde von der Aufsicht für gut geheißen und in den zuständigen Gremien der Gemeinde einstimmig verabschiedet, auch mit der Stimme von Frau Arens.“

Auch in der Schweier Schule könnten die Räume für die Kinder gemütlich gestaltet werden. Lehrerinnen und Erzieherinnen könnten sich gut austauschen,und das Umfeld sei auf das Alter der Hortkinder zugeschnitten.

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