Brake - Für die Einführung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) muss es mindestens 96 Schüler pro Schuljahrgang geben. Das erklärt Astrid Bäkermann von der Kreisverwaltung nach den ersten Informationsabenden für die Eltern. Ein vierzügiger Jahrgang könne aber bis zu 120 Schüler aufnehmen. Das derzeitige Raumangebot der Haupt- und Realschule (HRS) Brake, die schrittweise in eine IGS umgewandelt werden soll, ließe sogar bis zu 150 Schüler zu, betont die Fachdienstleiterin. Deshalb sei ein Losverfahren „zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich.“
Weitere Fragen die immer wieder an den bisher sechs von neun Informationsabenden gestellt wurden, zielten auf die Beförderung der Schüler ab und auf die Einrichtung einer Oberstufe in der geplanten IGS. Laut Bäkermann haben alle Schüler, die diese IGS besuchen, einen Anspruch auf Beförderung durch den Landkreis.
Zurzeit könne die IGS nur bis zur 10. Klasse eingerichtet werden. „Ob es eine Oberstufe geben wird, kann frühestens ab dem Jahrgang 7 oder 8, also zum Schuljahr 2016/2017 entschieden werden“, erklärt Astrid Bäkermann.
In der IGS werden die Schüler der Klassen 5 und 6 im Klassenverband unterrichtet, in den folgenden Klassen gibt es in bestimmten Fächern Differenzierungen. Dazu gibt es individuelle Lernentwicklungsberichte über die Schüler.
Das Konzept der Haupt- und Realschule Brake zur Umstellung auf eine IGS ist ab sofort auf der Internetseite des Landkreises Wesermarsch abrufbar. Weitere Informationsabende für Eltern (von Grundschülern, deren Kinder anschließend die IGS besuchen könnten), finden an diesem Mittwoch ab 20 Uhr in der HRS Brake, Philosophenweg 4, sowie am Donnerstag, 5. September, ab 18 Uhr in der Grundschule Jaderberg, Zum Hesterbusch 1, und ab 20 Uhr in der Grundschule Rodenkirchen, Schulstraße 14, statt.
Informationen gibt es außerdem telefonisch bei der Kreisverwaltung unter 04401/927241.
Die an die Eltern über die Schulen verteilten Fragebögen zur IGS sollten bis zum 9. September, zurückgegeben werden.
