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Neues Gymnasium Kein Stillstand bei Zusammenarbeit mit Burkina Faso

Oldenburg - Überschwemmte Pisten nach einer ungewöhnlich langen Regenzeit und ein Streik der größten Telefongesellschaft des Landes: Marie-Corentine Sandstede und Anke Zimmer vom Boumdoudoum-Förderverein, der das Schulprojekt des Neuen Gymnasiums in Burkina Faso unterstützt, hatten bei ihrem Besuch in Westafrika einige Hindernisse zu überwinden. Die beiden Oldenburgerinnen ließen sich davon jedoch in ihrem dreiwöchigen Besuchsprogramm, bei dem sie sich über Fortschritte in verschiedenen Projekten informieren wollten, nicht stoppen und absolvierten zahlreiche Termine. Ihr Fazit nach der Rückkehr: „Es ist schon viel geschafft worden, aber es gibt auch noch viel zu tun. Der Wille ist da.“

Teilweise werden Schüler aus Boumdoudoum mit Oldenburger Unterstützung auch noch im Studium gefördert. Einige dieser Hochschulabsolventen wollen jetzt eine Bau- und Beratungsfirma gründen, berichten Marie-Corentine Sandstede und Anke Zimmer.

Mit dem Direktor des neu gegründeten Gymnasiums von Baskouré, an dem Deutsch als zweite Fremdsprache unterrichtet wird, haben die Oldenburgerinnen eine neue Partnerschaft angestoßen. Baskouré ist das Zentrum der mehr als 11 000 Einwohner zählenden Gemeinde, die auch das Partnerdorf Boumdoudoum und weitere 15 Dörfer umfasst. Sandstede und Zimmer stellten dem Schuldirektor einen Laptop zur Verfügung, damit die Partnerschaft zunächst über das Internet aufrechterhalten werden kann.

Mobile Bibliothek

Den neuen Leitenden Schulinspektor begeisterten die Oldenburgerinnen durch ihre Idee, mit einer mobilen Bibliothek die 16 Grundschulen mit mehr als 3000 Schülern in der Gemeinde Baskouré zu versorgen. Im Multifunktionshaus der Boumdoudoum-AG in Boumdoudoum steht bereits jetzt eine Bibliothek mit weit über 2500 Büchern allen Bewohnern der Region zur Verfügung, wird aber kaum genutzt. „Wir sind sicher, dass die Bibliothek besser angenommen wird, wenn die potenziellen Leser nicht mehr einen mehrstündigen Weg zur Bibliothek auf sich nehmen müssen“, so Sandstede und Zimmer. Sie boten an, für ein Dienstfahrzeug zu sorgen und die Benzinkosten zu übernehmen. Ein Notebook mit einem Bibliotheksverwaltungsprogramm in der Amtssprache hatten sie bereits im Gepäck.

Viele Gespräche

Neben Terminen mit dem neuen Bürgermeister der Gemeinde Baskouré, dem Gemeinderat, dem Präfekten und dem Oberschulinspektor wurden die Gäste aus Oldenburg auch vom „Traditionschef“ von Koupéla und Boumdoudoum empfangen. Traditionschef ist jemand, der Dorfchef durch Vererbung wird, unabhängig davon, ob er die Amtssprache versteht, lesen oder schreiben kann. Auch er wusste den Einsatz der Oldenburgerinnen zu schätzen.

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