Barßel - Beim Hegering Barßel schrillen die Alarmglocken. Fast in allen Revieren werden kaum noch Hasen, Fasen und Rebhühner angetroffen. Das haben die ersten Treibjagden ergeben. Konsequente Folge: Die Barßeler Jägerschaft wird erstmals in ihrer langen Geschichte die traditionelle Hubertusjagd in diesem Jahr ausfallen lassen. Stattfinden sollte die Treibjagd am Sonnabend, 3. November.

„Es ist kaum noch Niederwild in den Revieren anzutreffen. Da macht es keinen Sinn, eine Hubertusjagd mit 130 Jägern durchzuführen und den letzten Hasen oder Fasan zu erlegen“, begründet Barßels Hegeringleiter Rudi Schulte gegenüber der NWZ  die Absage der Traditionsjagd.

Als Gründe für den Rückgang des Wildes verweist Schulte auf Veränderungen in der Landschaft. Schulte: „Es gibt kaum noch Biotope, in die sich das Wild zurückziehen kann, kaum noch naturnahe Wegeränder und Büsche als Rückzugsflächen.“

Die Situation werde verschärft durch die Zunahme von Maisanbau für Biogasanlagen. In einigen Jagdbezirken mache der Mais für Biogasanlagen bereits mehr als 70 Prozent der Nutzflächen aus. Viele Flächen seien jetzt Monokulturen, bedauert der Vorsitzende der Barßeler Jägerschaft.