Versetzung gefährdet: Für ihre Leistungen in der Debatte um die Einrichtung einer Gesamtschule haben sich die Huder Entscheidungsträger keine guten Noten verdient.
Erst stellt sich der Gemeinderat mit seinem Beschluss für eine Kooperative Gesamtschule (KGS) in Hude bei der anschließend vorgenommenen Elternbefragung des Landkreises selber ein Bein. Dann lässt man die Gemeindeelternräte aus Hude und Ganderkesee, die sich Ende Januar 2010 gemeinsam auf eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Bookholzberg verständigt hatten, monatelang zappeln. Ende April torpediert die SPD-Fraktion dieses Eltern-Votum mit ihrer Festlegung auf den Standort Hude. Wenig später tritt die Huder CDU für eine IGS in Bookholzberg ein – und wirft damit ihre Argumente aus dem vergangenen Jahr über den Haufen: Damals waren die Christdemokraten noch entschiedene Befürworter einer KGS in Hude. Und nun kommt die Gemeindeverwaltung mit ihrer Empfehlung für den IGS-Standort Hude aus berechtigter Sorge um den Fortbestand der Sekundarstufe in der Klostergemeinde.
Das alles führt dazu, dass die Hoffnung auf eine deckungsgleiche politische Beschlusslage in beiden Gemeinden schwindet – und damit auch die Chance auf eine weitere IGS im Kreis.
