Zetel - „Worauf habt ihr heute Lust?“, fragt Nicole Kothe. Die Kinder sitzen am großen Tisch im Jugendzentrum „Steps“, sie haben gerade alle zusammen gefrühstückt. Reihum fragt Nicole Kothe, wer lieber basteln oder tanzen, Rollbrett fahren oder spielen will. Dann wird noch der Tisch abgeräumt, einige helfen beim Abwaschen, und dann tauchen die Mädchen und Jungen wieder ein in die unbeschwerteste Zeit des Jahres: die Sommerferien. Bei der Ferienbetreuung gibt es kaum Pflichten, keine Hausaufgaben, einfach nur vergnügtes Spiel – für so manchen Erwachsenen beneidenswert.

Im Jugendzentrum „Steps“ wird bei der Ferienbetreuung neben der offenen Freizeitgestaltung auch ein großes Programm geboten. Tagesfahrten, etwa in den Tierpark in Thüle, eine Inselfahrt nach Wangerooge, ein Spaziergang in den Wald mit Picknick und mehr gehört dazu. „Wenn das Wetter gut ist, steht vor allem das Freibad bei den Kindern und auch bei den Betreuern hoch im Kurs“, sagt Nicole Kothe. Sie betreut die Kinder an diesem Tag zusammen mit den Bundesfreiwilligendienstleistenden Ulf Streekmann und Laura Schmeding sowie Kerstin Pollmann und Sultane Remmou. Dabei brauchen die Betreuer nicht nur Fantasie und Kreativität, sondern auch Geduld, zum Beispiel, wenn sie mit fünfzehn Kindern Kleisterarbeiten machen, gemeinsam kochen, gipsen oder backen. Den Kindern versüßt das breite Angebot an Aktivitäten auf jeden Fall den Sommer. Sie können bei der Ferienbetreuung Freunde finden, Neues ausprobieren und den Alltag vergessen – etwa wenn sie sich auf ein Rollbrett legen und damit quer durch die leere Pausenhalle flitzen – dort, wo sich nach den Ferien die Schüler der Integrativen Gesamtschule tummeln werden.

Sandra Binkenstein
Sandra Binkenstein Thementeam Soziales