Huntlosen - Die Freie Humanistische Schule ist im April von Hosüne in die Räumlichkeiten „Am Sportplatz“ 33 in Huntlosen gezogen. Nun hat sie am Sonntag ihre Türen geöffnet und sich der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Der Grund für den Umzug waren zum einen die Räumlichkeiten, die hier größer sind, zum anderen aber auch der Hektar Wald, der mit zum Grundstück dazugehört. Wir haben hier einfach mehr Platz“, erzählt die Geschäftsführerin der Schule, Katharina Krebs. Der Tag der offenen Tür wird gut angenommen. „Wir hatten schon viele Besucher aus dem Dorf, die neugierig sind, aber auch interessierte Schüler.“

Insgesamt besuchen aktuell 34 Schüler die Freie Humanistische Schule. Von der ersten bis zur zehnten Klasse können die Kinder und Jugendlichen in der alternativen Schule betreut werden – wobei am Ende kein klassischer Schulabschluss steht, sondern eine sogenannte Nichtschülerprüfung. Mit dieser Prüfung erwerben die Schüler dann Zulassung, um eine weiterführende Schule wie ein Gymnasium zu besuchen.

Das Konzept der alternativen Schule in Huntlosen beinhaltet, dass sie klein bleiben möchte, um sich individuell auf die Schüler einstellen zu können. „Wir möchten maximal 60 Schüler annehmen, damit jeder weiterhin jeden kennt“, erklärt Katharina Krebs.

In der Freien Humanistischen Schule gibt es außerdem keine Regeln, sie wird demokratisch von den Schülern geführt. Ziel ist es, dass die Schüler auf freiwilliger Basis lernen. Zwar werden die Regelfächer angeboten und die Kinder müssen aufgrund der Schulpflicht auch zu den Schulzeiten in der Schule sein, jedoch müssen sie den Unterricht nicht besuchen. Alternativ gibt es auch diverse Projekte wie zum Beispiel die Foto-AG. Aktuell hat die Schule naturwissenschaftliche Projekte der Universität Flensburg ausgeliehen. In diesen Versuchen sollen die Schüler selbstständig naturwissenschaftliche Regeln verstehen. „Der Erwachsene hält dabei die Klappe. So haben die Kinder einen größeren Aha-Effekt“, sagt Lehrer Martin Adolph. Insgesamt beschäftigt die Schule sechs Lehrkräfte.

Johanna (7 Jahre) besucht seit Januar die erste Klasse der Freien Humanistischen Schule. „Lesen macht mir am meisten Spaß“, erklärt sie. Damit unterscheidet sie sich wahrscheinlich nicht von anderen Erstklässlern in Regelschulen.