Wardenburg - Sie haben ganz besondere „Klassenkameraden“, die Mädchen und Jungen der 4b der Grundschule Wardenburg. Ihr Klassenzimmer teilen sie seit der Einschulung mit Platy, Amanogarnele und Co., die im Klassen-Aquarium umherschwimmen. Für Lehrerin Renate Boeck eine bewährte Sache: „Das beruhigt die Kinder“, weiß sie aus der Erfahrung aus zwölf Jahren mit Aquarium im Klassenzimmer. Die Kinder würden schon mal davor gesetzt, sogar an ein Mädchen, das die Klassenarbeiten stets vor dem Wasserbecken geschrieben habe, erinnert sich die Pädagogin.

Aber: So ein Aquarium bedarf auch der Pflege. Da heißt es für die Kinder, mit anpacken und Verantwortung übernehmen beim regelmäßigen Aquariumdienst. Dann werden die Fische gefüttert, Schwämme ausgetauscht und mehr. Gleich einen ganzen Vormittag widmeten sich die Grundschüler jetzt bei einem Projekttag den Fischen: Angeleitet von Aquaristik-Fachmann Jan Olsen, dessen Tochter Lilith in die 4b geht, und unterstützt von zwei Müttern wurde das gesamte Aquarium neu gestaltet. Algen hatten darin überhand genommen.

Nach einem gemeinsam besprochenen Ablaufplan ging’s an die Arbeit. Da machten sich die einen daran, Kies und Steine zu waschen, während andere sich sich um das Grün kümmerten: Eine Gruppe „bepflanzte“ eine Wurzel für den Grund mit Moosen und Speerblättern, eine andere hatte die Aufgabe, neue Wasserpflanzen mit Pinzette und Schere von der Mineralwolle in den Pflanztöpfen zu entfernen. Und schließlich durfte dann jedes Kind selbst kleine Pflänzchen mit der Pinzette greifen und vorsichtig einsetzen. Gespannt verfolgten alle dann, wie das Wasser aufgefüllt und die Fische wieder eingesetzt wurden. „Die Kinder waren teilsweise sehr intensiv beschäftigt und sehr konzentriert dabei“, bescheinigte Olsen. Und so konnten sie alsbald unter Wasser eine Art Regenwald bestaunen.