Betrifft:
NWZ -Serie „Mensch, das ärgert mich“ – Thema Marienschule, erschienen auf Seite 41, Sonnabend, 20. Mai.Wünschen wir uns nicht alle sozial kompetente, selbstbewusste und selbstständige Kinder??? Wir denken, dass eigentlich alle Eltern diese Erziehungsziele vor Augen haben sollten. Der Sponsorenlauf, von dem bei Herrn Schmidt die Rede ist, diente unserer Meinung nach, genau diesen Zielen.Die Kinder wurden nicht betteln geschickt, sondern sie haben sich für Ihre Schule eingesetzt. Sie haben sich das Geld für ihren Schulausflug selbst erlaufen und demnächst wird die Schule neue Spiel- und Sportgeräte anschaffen. Es ist sogar so viel Geld zusammengekommen, dass das Gebäude mit frischer Farbe freundlicher gestaltet werden kann. Die Informationen über den Verwendungszweck des Geldes standen übrigens auf einer Mitteilung der Schule zum Sponsorenlauf, die wir schon vor den Osterferien erhalten haben!
Die Kinder haben mit Ihrem Ehrgeiz und Engagement gemeinsam eine Menge erreicht und sie werden sicher zu den selbst „erlaufenen“ Dingen einen anderen Bezug haben, als zu selbstverständlich Vorhandenem.
In Zeiten der leeren öffentlichen Kassen führt eben kein Weg an anderweitiger Geldbeschaffung vorbei. Die Idee des Sponsorenlaufs verdient Anerkennung und keinen Ärger!
Lehrern wird oft mangelndes Engagement vorgeworfen. Wir sind froh an der Marienschule ein engagiertes Kollegium zu haben, das seinen Beruf ernst nimmt und gemeinsam mit den Eltern versucht die oben genannten Erziehungsziele zu erreichen. Hoffentlich bleibt es so!
Die Kritik an dem Schulausflug nach Norderney ist für uns auch nicht nachvollziehbar. Die Frage ist doch, wann Elterneinsatz gefragt ist. Ein Schulausflug soll zur Selbstständigkeit der Kinder und zur Loslösung von den Eltern beitragen. Diese Erfahrung bliebe besonders den Kindern mitfahrender Eltern verwehrt. Wir trauen den Klassenlehrerinnen zu, auch außerhalb der Schule, ihre Klassen ausreichend betreuen zu können. Wobei sie ja auch noch von drei weiteren Betreuungspersonen unterstützt wurden.
Selbst wenn ein paar Plätze in den Bussen gefehlt haben sollten, konnten die Kinder daraus lernen, dass man eine Lösung finden kann. In diesem Fall: „Zusammenrücken!“ Getreu dem Motto „füreinander -miteinander“, das auf den neuen Schul-T-Shirts steht, zu deren Finanzierung auch der Sponsorenlauf und der Förderverein der Marienschule beigetragen haben.
Ulrike WolffJosef Hillen
26169 Friesoythe
