Nordenham - Europa, Asien, Afrika, Antarktis, Australien und Amerika – die Kontinente kennen die Mädchen und Jungen des Lernförderungsprojektes des Deutschen Kinderschutzbundes in Nordenham nun ganz genau.

An sechs Nachmittagen kamen rund 15 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren im Mehrgenerationenhaus zusammen, um eine 3D-Weltkarte zu basteln. Die drei Jugendlichen Marike Otto, Alke Böschen und Katja Golowtschenko leiteten das Projekt. „Darum ging es, es sollte ein Projekt von Kindern, für Kinder sein“, erklärte Olga Harms, die die pädagogische Leitung des Projekts übernommen hatte. Die kreative Leitung hatte Ramona Kripp­ner-Witt. Sie war auf die Idee gekommen, eine 3D-Weltkarte zu erstellen, und konnte die drei jungen Frauen schnell dafür gewinnen.

Die Grundlage für ihr 3D-Werk bildete eine ausgediente Schulweltkarte. Aus verschiedenen Materialien wie Eierpappen, Papiertüchern und Strukturfarbe formten die Kinder die Berge und Täler und malten die Karte an. „Zum Schluss haben sie Tiere, Schiffe und Häuser drauf geklebt. Ganz viele Figuren haben die Kinder von zu Hause mitgebracht“, berichtete Katja Golowtschenko.

Einige Souvenirs bekamen die Mädchen und Jungen sogar direkt aus dem Herkunftsland. „Ich habe eine Freundin in Brasilien, die hat uns eine kleine Jesus-Statue aus Rio de Janeiro geschickt“, sagte Ramona Krippner-Witt.

Zu Beginn der Aktion haben die Kinder in Gruppen besprochen, welche Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten es auf den jeweiligen Kontinenten gibt. „Die Kinder mit unterschiedlichen Nationalitäten haben uns erzählt, was in ihrem Land wichtig ist“, berichtete Katja Golowtschenko.

„In Gruppen haben die Kinder auch ein Quiz zu den einzelnen Kontinenten gemacht“, fügte Alke Böschen hinzu. Die Mädchen und Jungen hätten viel gelernt, berichtete sie. Doch die Jugendlichen waren auch erstaunt, wie viel die Kinder schon wussten. Sie kannten zum Beispiel die vier amerikanischen Präsidenten, deren Gesichter den Mount Rushmore zieren. „Da haben uns die Kinder manchmal auch etwas beigebracht“, sagte Katja Golowtschenko.

Im Zweifel recherchierten die Mädchen und Jungen auch im Internet, oder nahmen ein Lexikon aus dem Mehrgenerationenhaus zur Hand, in dem den Kontinenten schon die passenden Tiere zugeordnet waren.

Den Kindern hat es gut gefallen. „Die Besprechungen fand ich am besten“, sagte der neunjährige Benjamin. „Da konnte er mit seinem Wissen glänzen, er wusste schon ganz viel“, erzählte Alke Böschen. Der zehnjährigen Elena hat dagegen das Basteln am besten gefallen. Als Lohn für ihre Mühen bekamen die Teilnehmer zum Abschluss ein kleines Buch, in dem sie auf jeder Seite eine kreative Aufgabe erfüllen müssen.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake