Friesoythe - Kindern ein Stück Ruhe in den hektischen Alltag zu bringen hat sich vor gut zwei Jahren die Friesoytherin Stefanie de Buhr vorgenommen. Mittels Klangschalen und einfacher Übungen wollte sie Grundschülern dabei helfen, sich zu entspannen (die NWZ  berichtete). In der Ludgeri-Schule in Friesoythe lud sie zu einer wöchentlichen Arbeitsgemeinschaft.

„Das Projekt gibt es immer noch. Aber es ruht zurzeit, weil ich Mutter geworden bin“, erzählt die 34-Jährige auf Anfrage. Ehrenamtlich hatte sie die Arbeitsgemeinschaft in der Ludgeri-Schule geleitet. „Viele Kinder sind heutzutage nervös, können schlecht zuhören und finden ganz schlecht Ruhe. Sie werden einfach mit zu vielen Eindrücken überflutet“, sagt Stefanie de Buhr. Sie wolle Kindern zeigen, dass es auch noch etwas anderes als Computerspiele und Handys gibt. Daraus sei damals die Idee des Klangschalen-Projektes entstanden.

„Die Urtöne der Klangschalen haben eine beruhigende Wirkung. Die Kinder lernen, sich auf den Klang zu konzentrieren“, sagt die Friesoytherin. „Angefangen habe ich mit sechs Kindern.“ Nach und nach sei die AG gewachsen. Die Entspannungsübungen seien vielfältig gewesen, so Stefanie de Buhr. „Gemeinsam haben wir beispielsweise die Schalen mit Wasser gefüllt und die Kinder haben die Bewegung des Wasser beobachtet.“ In einer anderen Übung hätten sich die Grundschüler Barfuß in die Schalen gestellt und die Vibration der Schalen wahrgenommen, erinnert sich die 34-Jährige. Auch Massagen, Dehnungs- und Atemübungen gehörten zur Entspannungsstunde. Jede der unterschiedlich großen Schalen habe einen individuellen Klang. „Jedes halbe Jahr wechselten die AG-Teilnehmer“, so Stefanie de Buhr. Bei einigen der Kinder habe sie eine deutliche Entwicklung beobachten können.

Sie wolle das Projekt wieder aufleben lassen, das ist sich Stefanie de Buhr sicher. „Man muss für die Zukunft hier weiter ansetzen. Viele Kinder werden zunehmend aus der Bahn geworfen.“