Harkebrügge - Noch stehen die Stühle auf den Tischen, die Spüle ist verpackt. Doch schon bald sollen im Raum der Kolping-Berufshilfe, die direkt an die Junker-Harke-Grundschule Harkebrügge grenzt, Mädchen und Jungen gemeinsam zu Mittag essen. Bis dahin weichen die Kinder auf die Pausenhalle aus. Seit diesem Schuljahr ist die Grundschule eine offene Ganztagsschule. Die Resonanz seitens der Eltern und Kindern sei gut, freut sich Schulleiterin Melanie Burchert. „Es kommen immer wieder Kinder dazu.“

Wie berichtet, hatte die Gemeinde Barßel im November 2013 einen Antrag zur Einführung eines Ganztagsschulbetriebs an der Junker-Harke-Grundschule gestellt. Im Juni dieses Jahres gab die Landesschulbehörde grünes Licht.

Die Junker-Harke-Grundschule bietet den offenen Ganztagsbetrieb an drei Tagen in der Woche für alle vier Schuljahre an. Regulärer Schulschluss ist um 12.35 Uhr. Das Mittagessen, das in Kooperation mit der Kolping-Berufshilfe ausgegeben wird, sei in Gruppen aufgeteilt, sagt Melanie Burchert. Zunächst essen die Schüler der Klassen eins und zwei. Danach haben sie eine Spielzeit. Dann gehen die Klassen drei und vier zur Mittagspause. Sie spielen vor dem Essen.

Dienstags und donnerstags nutzen rund 30 Kinder das Mittagessen sowie das freiwillige Nachmittagsangebot, mittwochs seien es rund 50, sagt Melanie Burchert: „Es hat sich gut eingespielt.“ Pädagogische Mitarbeiter betreuen die Kinder während des Mittagessens.

Kommende Woche solle die restlichen Geräte für die Schulmensa geliefert werden. Eine Tür verbindet die Pausenhalle der Grundschule mit dem Gebäude der Kolping-Berufshilfe. Angedacht sei, langfristig den Speiseplan zu erweitern, sagt die Schulleiterin. Mittels eines Chip-Systems könnten die Kinder dann ihr Essen online vorbestellen.

Die anschließende Hausaufgabenbetreuung läuft von 13.30 bis 14.30 Uhr. Bis 15.15 Uhr werden Arbeitsgemeinschaften (AGs) angeboten. Lehrkräfte beaufsichtigen die Kinder. Die Palette ist vielfältig und reicht Arbeiten mit Holz oder Ton, über Instrumentenlehre bis hin zu Fußball. Die AGs seien auf die Wünsche der Kinder altersgerecht abgestimmt, sagt die Schulleiterin. „Ich wollte gerne, dass die Kinder selbst entscheiden.“

Das offene Ganztagsangebot der Harkebrügger Grundschule stoße nicht nur bei den Mädchen und Jungen auf großes Interesse. Auch für berufstätige Eltern sei es eine Entlastung, meint Melanie Burchert.