Bösel - „In den Ferien haben wir die Möglichkeit, das Haus ganz anders zu nutzen“, berichtet Stefanie Backhaus, Erzieherin in der katholischen Kindertagesstätte St. Raphael in Bösel. Während der Ferienbetreuung in dieser Woche haben 20 Kindergartenkinder und 15 Mädchen und Jungen im Alter von einem bis drei Jahren dieses Angebot genutzt.

„Ich hab einen Delfin gebastelt, der ist aus Tapete“, sagt die fünfjährige Eva und präsentiert stolz ihr aus pinker Tapete ausgeschnittenes Meerestier. „Gestern habe ich gepuzzelt, das war schwer“, erzählt das Kindergartenkind. Während sie mit den anderen Mädchen am Tisch sitzt und bastelt, sind Maxim und Nick in der kleinen Kinderküche am Werkeln. Mit Tablett und Tassen kommen sie wieder und bieten Praktikantin Jule Gardewin Tee und Kekse an. „Es macht echt Spaß, hier mit den Kindern zu spielen“, findet die 19-jährige Lehramtsstudentin aus Bösel.

„Die Kinder hatten auch schon die Möglichkeit, im Matschraum mit Wasser zu experimentieren“, erzählt Kinderpflegerin Anita Pohlabeln. In Gummistiefeln und Regenhosen konnten die Kinder ausprobieren, wie viel Wasser in das Becken passt oder, wie genau sich Schaum verhält. „Wir haben nicht so oft die Möglichkeit, das Wasserbad zu nutzen, dafür hat es den Kindern umso mehr Spaß gemacht“, sagt Stefanie Backhaus.

Auch draußen konnten die Kinder jedes Fahrzeug fahren, das sie wollten. „Wir können in den Ferien flexibler darauf eingehen, was die Kinder machen wollen“, so Backhaus.

In der Gruppe der Kinder von einem bis drei Jahren herrscht reges Treiben. Die Kinder nutzen die Zeit, um auf dem Flur oder mit den Kindergartenkindern durch das ganze Haus zu toben, über unterschiedlich geformte Schaumstoffkissen zu balancieren – und sich über die ganze Aufmerksamkeit der vier Betreuerinnen zu freuen.

„Die Kinder haben die Möglichkeit, viel zu toben und einige Spielgeräte auszuprobieren, da es nur halb so viele sind wie sonst“, erzählt Olga Schlegel. „Wir haben ihnen auch angeboten, Osterbilder zu malen“, berichtet die Erzieherin.