Neuenburg - „Es ist ein logistischer Aufwand, den wir betreiben müssen“, sagte die Leiterin der Astrid-Lindgren-Grundschule Neuenburg, Hannelore Evers, als im Schul-, Jugend- und Sozialausschuss der Gemeinde Zetel nun das Thema „Randzeitenbetreuung“ auf der Tagesordnung stand. Dabei geht es um Kinder, die nicht nur bis 15.30 Uhr die freiwillige Ganztagsschule besuchen werden, sondern um Mädchen und Jungen, die beispielsweise aus beruflichen Gründen der Eltern bis 17 Uhr in der Schule bleiben sollen. Hier kann das Betreuungsangebot auf vier Tage erweitert werden, Bedarf für fünf Hort-Tage werde derzeit nicht gesehen, hieß es im Ausschuss.
Die Gemeinde Zetel wird das Projekt mit etwa 13 000 Euro pro Jahr unterstützen. Nach den Herbstferien, also ab November, wird in Neuenburg der Ganztagsschulbetrieb eingerichtet. Dafür erhält die Schule von der Landesschulbehörde ein Budget, wie im Ausschuss erläutert wurde. Im Anschluss an den Ganztagsbetrieb um 15.30 Uhr beginnt die Hortbetreuung bis 17 Uhr. Dafür wird von den Eltern eine Gebühr erhoben. Sie beträgt bei drei Stunden Betreuung pro Woche 24 Euro monatlich, bei sechs Stunden 48 Euro, bei 4,5 Stunden 36 Euro, bei neun Stunden 72 Euro und bei 13,5 Stunden 108 Euro. Die in der Gebührensatzung vorgeschlagenen Beitragssätze sind so bemessen, dass sie die für die Hortbetreuung entstehenden Kosten der Gemeinde decken.
In der Ausschusssitzung wurde weiter deutlich, dass eine soziale Komponente vorgesehen ist. So ist eine Geschwisterermäßigung für das zweite und jedes weitere Kind einer Familie um 50 Prozent vorgesehen. Für Familien, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch, Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten, ist ebenfalls eine Ermäßigung eingeplant.
Deutlich wurde in der Sitzung, dass die vorgeschlagenen Betreuungsvarianten nur während des Schulbetriebes angeboten werden können. Für die Betreuung in den Schulferien steht ein separates Angebot über die Kindergärten zur Verfügung. Dafür müssen die Erziehungsberechtigten eine zusätzliche Gebühr entrichten. Für die Schulkinderbetreuung in den Sommerferien soll im nächsten Jahr noch ein neues Konzept ausgearbeitet werden.
