Ofen - Wie kann man die teils gefährliche Verkehrssituation vor dem Kindergarten in Ofen entschärfen, damit es für alle sicherer wird? Wenn die Eltern die Kinder zum Kindergarten bringen, ist auf der Kirchstraße viel los – Parkplätze an der Straße gibt es aber kaum. Mit diesem Problem haben sich die Kinder selbst befasst – und eine ziemlich einfache Lösung gefunden.

Drei Projekte standen für die 33 Ältesten unter den Kindergartenkindern im nun zu Ende gehenden Kindergartenjahr an: eine Holzwerkstatt, das Thema Bauernhof und Verkehrserziehung. „Jedes Jahr kristallisiert sich ein Thema heraus, mit dem sich die Kinder besonders beschäftigen wollen“, erklärt Sabine Hoeft-von Holt, Leiterin des Kindergartens. Und weil ein Kind gegenüber des Kindergartens wohnt und die beengte Verkehrssituation jeden Morgen miterlebt hat, lag es nah, sich damit zu befassen.

„Als erstes haben wir eine Ortsbegehung gemacht und geguckt wo man parken kann“, sagt Hoeft-von Holt. So kam man auf den Parkplatz an der Kirche, der nur ein paar Meter weiter liegt.

Als nächstes hätten die elf Kinder im Kinderparlament überlegt, wie man die Eltern auf den Parkplatz lotsen könnte. Letztendlich haben die Kinder 130 Handzettel bemalt. Darauf zu sehen ist das Parkplatz-„P“ und darunter steht: „Bitte parken Sie auf dem Parkplatz vor der Kirche. Vielen Dank.“ Unterschrieben sind die Zettel von den Kinderparlamentariern.

Jedes Kind hat so einen Zettel mit nach Hause bekommen, damit die Eltern Bescheid wissen, wo sie künftig besser parken können. Und die Aktion zeigt bereits erste Erfolg: Viele Eltern halten an der Kirche und nicht mehr direkt vor dem Kindergarten.