Hollen - Einen Tag ohne Strom leben – wie geht das überhaupt? Dieser Frage gehen am Mittwoch 23 Erzieherinnen und Erzieher aus verschiedenen Kindergärten und Krippen der Gemeinde Ganderkesee im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Hollen anlässlich des Klimaschutzaktionstages, der am 7. April stattfindet, nach. Das Team vom RUZ hat verschiedene Stationen aufgebaut, die Kindern am „Tag ohne Strom“ erklären sollen, wie Energieversorgung funktioniert und wie Strom gespart werden kann.

Mit den Angeboten, die die Erzieher in ihren Einrichtungen umsetzen können, sollen Kinder spielerisch an das Thema Energiesparen herangeführt werden. „Viele bekommen warmes Essen zu Mittag geliefert, an dem Tag wollen sie aber selbst kochen, um Strom zu sparen“, stellt Marina Becker-Kückens, Leiterin des RUZ, das Projekt vor. Normalerweise erwärmen die Erzieher das gelieferte Mittagessen für die Kinder. Dies verbraucht allerdings mehr Strom als selbst zu kochen. „Die Kinder sollen der Frage nachgehen: Was kann ich machen, um weniger Strom zu verbrauchen?“, ergänzt Katharina Witte, Projektmitarbeiterin des RUZ. Es stehen vor allem kreative Projekte im Vordergrund. Kleinkinder sollen Energiesparen durch ein Memoryspiel, Windmühlenbasteln oder verschiedene Lieder kennenlernen.

„Das Bausystem möchte ich definitiv Ausleihen“, verweist Erzieher Matthias Groß auf einen Tisch, auf dem verschiedene Kabel, Batterien und Glühlampen bereit liegen, mit denen Kinder spielend lernen können, was Strom überhaupt ist und wie dieser funktioniert. Er zeigt sich besonders begeistert von handwerklichen Angeboten, bei denen die Kinder selbst etwas lernen – wie auch beim Selbstbauofen, auf dem ganz ohne Strom gekocht werden kann. Kinder lernen bei dem speziellen Ofen nicht nur, dass Kochen mit Feuer Energie spart, da es keinen Strom verbraucht, sondern auch wie ein solcher Ofen gebaut wird und wie dieser überhaupt funktioniert.

Auch Isabell Klattenhoff, die als Erzieherin in einer Krippe arbeitet, plant bereits eine Umsetzung des Klimaschutzaktionstages: „Ich möchte mit den Kindern Windmühlen basteln und über alternative Energien sprechen. Ein gemeinsames Grillen als Mittagessen soll den Tag dann abrunden.“ In der Krippe werde bereits seit längerer Zeit auf das Energiesparen im Alltag geachtet und „die Dreijährigen wissen auch schon, wo der Strom herkommt“, meint die Erzieherin.