Friesoythe - Die Stadt Friesoythe hat in den vergangenen zehn Jahren rund 1,135 Millionen Euro an Energiekosten eingespart – jährlich zwischen 100 000 und 150 000 Euro. Das geht aus dem Energiebericht hervor, den der städtische Fachbereichsleiter Peter Fabian am Mittwochabend den Mitgliedern des Planungs- und Umweltausschusses vorgestellt hat. Ein Wermutstropfen ist aber, dass Energieeinsparungen bei Strom und Gas zuletzt häufig durch Preissteigerungen aufgezehrt worden seien, so Fabian.
Besonders erfreulich: Der städtische Gasverbrauch konnte in den vergangenen zehn Jahren auf 5,643 Millionen kWh im Jahr 2013 gesenkt werden. Wobei allerdings die Einsparungen im vergangenen Jahr wesentlich Resultat der Schließung des Freibades im Sommer sind.
Beim Stromverbrauch konnte immerhin eine Einsparung von 11,5 Prozent seit 2003 erzielt werden. Die Einsparungen im Jahre 2013 gegenüber dem Vorjahr resultieren vor allem aus der Sanierung der Straßenbeleuchtung und ebenfalls den Einsparungen beim Freibad.
Auch der Wasserverbrauch ist deutlich zurückgegangen: nämlich von rund 15 000 Kubikmetern in 2003 auf 9924 – macht satte 33,5 Prozent. Auch hier ist die Nichtöffnung des Freibades Ursache. Fabian wies aber auch auf gestiegenen Stromverbrauch in den Schulen hin. In der Ludgerischule etwa hat sich der Stromverbrauch seit 2004 nahezu verdoppelt. Das liege aber unter anderem an der Einführung der Ganztagsschulen und dem Mensabetrieb. Spitzenreiter beim Stromverbrauch der Friesoyther Schulen ist aber die Grundschule Neuscharrel, Spitzenreiter beim Heizenergieverbrauch ist die Grundschule Hohefeld. Der Wasserverbrauch ist bei der Grundschule Neuvrees am höchsten.
Am Rathaus Stadtmitte konnte der Heizenergieverbrauch im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr dagegen gesenkt werden. Dort war eine neue Heizungsanlage installiert worden. Im Rathaus am Stadtpark stieg der Gasverbrauch hingegen an. Wichtig sei, (Dritt-)Nutzer der Gebäude für einen umsichtigen Energieverbrauch zu sensibilisieren.
Die Stromverbräuche in den Sporthallen Altenoythe und Gehlenberg sind laut Energiebericht zu hoch. In Altenoythe sollte eine Sanierung der Beleuchtung ins Auge gefasst werden. Die günstigste Sporthalle: Markhausen.
Schlechtes Energie-Zeugnis auch für die städtischen Kindergärten: Wärmeverbrauch und Strom sowie Wasser/Abwasser seien gestiegen. „Der sparsame Umgang mit Energie ist in den Kindergärten noch nicht angekommen“, urteilt der Energiebericht. Weiter umgesetzt werden soll auch der Austausch von Straßenlaternen.
Schlechte Nachrichten hatte die Stadtverwaltung für Neuvrees im Gepäck: Nach Rücksprache mit dem Landesamt für Geoinformation und Liegenschaften Niedersachsen (LGLN) wird die Ortschaft wohl nicht Teil des Dorferneuerungsprogramms werden können. Grund dafür ist, dass die Regeln für die Aufnahme ins Programm modifiziert worden sind. Demnach müssen heute mindestens drei Dörfer in einem Dorfentwicklungsverfahren zusammenarbeiten. Selbst wenn Ellerbrock – hier gab es ebenfalls noch kein Dorferneuerungsprogramm – hinzugenommen werden würde, sei das K.o.-Kriterium nicht erfüllt, so Fachbereichsleiter Fabian. Nunmehr bleibe nur noch die Hoffnung auf den politischen Weg.
