Harkebrügge - An der „Junker-Harke-Grundschule“ in Harkebrügge können die Schülerinnen und Schüler nun das Mittagessen in der fertig gestellten Mensa einnehmen. Zuvor hatten sie in der Pausenhalle provisorisch das Mittagessen erhalten. Mit Einführung des offenen Ganztagsangebotes nach den Sommerferien muss auch ein Mittagessen angeboten werden.
Seit Anfang der Woche lassen es sich in den neuen Räumen die Kinder gut schmecken. Das Essen ist so lecker, dass sich einige Kinder von „Junker-Harke“ einen „Nachschlag“ bei Hauswirtschaftsmeisterin Christine Ackermann an der Ausgabestelle holten. Als Dessert wartete auf die Schüler ein Joghurt. „An drei Tagen in der Woche bieten wir unseren Schülern den Mittagstisch an, und er wird sehr gut angenommen. Das Essen wechselt täglich. Von Suppen bis zur Hähnchenbrust“, sagt Schulleiterin Melanie Burchert.
Gegessen wird Schichtweise. In der ersten Schicht stillen die Erst- und Zweitklässler ihren Hunger, dann sind die älteren Jahrgänge dran. Im Durchschnitt nutzen 30 bis 50 von insgesamt 104 Schülerinnen und Schülern den Mittagstisch in Harkebrügge. „Es werden immer mehr“, so die Rektorin. „Mir schmeckt der Hamburger ganz lecker“, meint der sechsjährige Samuel Bunk und wischt sich noch kurz den Mund ab. Auch der gleichaltrigen Samira Hartzke mundet das Essen. „Das ist cool“, so die Erstklässlerin. Auch die Lehrer nehmen das Angebot ab und zu in Anspruch.
Nach dem Essen steht die Hausaufgabenbetreuung auf dem Stundeplan. Dann können die Kinder die Arbeitsgemeinschaften aufsuchen und beispielsweise zwischen Bewegungsspielen, Musik, Instrumenten, Fußball, Fit vor Fun oder Holzverarbeitung wählen. Die Schule möchte mehr Zeit für Erziehung und Bildung, individuelle Förderung, Sport- und Freizeitgestaltung sowie eine bessere Rhythmisierung des Schulalltages ermöglichen.
Eingerichtet ist die Mensa in einem von der Kolping-Berufshilfe genutzten Multifunktionsraum. Für den Umbau und die Kücheneinrichtung hat die Gemeinde Barßel als Schulträger rund 30 000 Euro in die Hand genommen. Von der Kreisschulbaukasse erwartet man noch einen Zuschuss von 10 000 Euro. Die Kolping-Berufshilfe stellt das weitere Inventar wie Stühle und Tische.
Geliefert wird das Mittagessen von der Cateringfirma im Gesundheitszentrum Barßel „Medirest“. Die Essensausgabe selbst wird durch die Kolping-Berufshilfe organisiert. Darüber hat die Gemeinde mit der Berufshilfe einen Kooperationsvertrag geschlossen. „Man fängt damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Dadurch erhalten die in unserer Berufshilfe tätigen Jugendlichen doch Praxis für den ersten Arbeitsmarkt“, sagt Kolping-Geschäftsführer Johannes Beering, der die Kooperation mit der Kommune sehr begrüßt.
