Prinzhöfte - „Schau mal, wie groß dieses Radieschen schon ist“, staunt Lasse. „Das hier ist noch viel größer“, antwortet sein Freund Oskar. Pflanzen und Natur spielen eine große Rolle im Freinet-Kindergarten in Prinzhöfte und damit auch im Leben von Marius Fassbender. Der 19-Jährige absolviert hier gerade die letzten Monate seines Freiwilligen ökologischen Jahres. Rechtzeitig zum Ende dieser Zeit wird er gemeinsam mit dem Kindern die Früchte seiner Arbeit ernten können. Neben Radieschen wachsen in dem Hochbeet, an dem er mit den Kindern steht, auch Petersilie, Karotten und Sonnenblumen. „Das Hochbeet ist mein Projekt“, erklärt Marius. Neben fünf Seminaren gehört ein eigenes Projekt zu den Grundlagen des Freiwilligen ökologischen Jahres. Marius hat das Beet gebaut und mit den Kindern bepflanzt.
Genau genommen kombiniert Marius in der Kita Prinzhöfte Elemente des Freiwilligen sozialen Jahres mit dem Freiwilligen ökologischen Jahr. Zwei Tage in der Woche hilft er bei der Betreuung der Kinder in der Krippe, drei Tage im Kindergarten. Der ökologische Aspekt kommt über die Umweltpädagogik ins Spiel, die in der Kita Prinzhöfte eine besondere Rolle spielt. Die FöJ-ler können aber auch in anderen Bereichen des Zentrums Prinzhöfte, zu dem auch die Wildnisschule und das Tagungshaus Mikado gehören, mitarbeiten.
Reich wird man nicht, die FöJ-ler bekommen ein Taschengeld von 235 Euro im Monat. „Das soll aber höher werden. Mir hat diese Zeit viel Spaß gemacht und es war auf jeden Fall eine wertvolle Erfahrung“, sagt Marius. „Ich hatte am Anfang befürchtet, mit den Kindern nicht klar zu kommen“, fährt der 19-Jährige, der sich als eher schüchtern beschreibt, fort. „Aber dann sind sie einfach von sich aus auf mich zu gekommen und es war ganz einfach.“
Seinen Traumberuf hat der 19-Jährige in der Kita nicht gefunden. „Ich möchte eine Ausbildung als Fachinformatiker machen“, sagt er.
Die Kita Prinzhöfte sucht jetzt einen Nachfolger für Marius – oder eine Nachfolgerin, denn auch Frauen können das FöJ absolvieren. „Wer daran Interesse hat, sollte sich bald melden“, sagt Einrichtungsleiterin Monika Zeugner. Infos dazu gibt es unter
