KIRCHHATTEN - Bewährte Strukturen sollte man nicht zerstören, dass war die Erkenntnis eines Gespräches zwischen der CDU Fraktion im Hatter Gemeinderat und dem stellvertretenden Schulleiter der Grundschule Kirchhatten Johannes Petrich und Amtsleiterin Marianne Wentzel von der Gemeindeverwaltung.

„Der Eltern- und Lehrerwille ist uns heilig“ betonte der CDU-Sprecher Manfred Huck abschließend in der Zusammenfassung. Wenn es nach dem Willen der Landesregierung gehen würde, sollten die letzten sieben Prozent verbliebenen Vollen Halbtagsschulen im Land Niedersachsen zum Schuljahr 2010/11 in Verlässliche Grundschulen umgewandelt werden. Gegen diese Pläne regt sich auch in Kirchhatten Widerstand. Eltern und Lehrer hatten den Rat aufgefordert, sich für den Erhalt der Schule einzusetzen. Bei einer Umfrage in Kirchhatten haben sich fast alle Eltern oder Erziehungsberechtigten der Grundschule sowie der angehenden Schüler aus dem Kindergarten für den Erhalt der Vollen Halbtagsschule ausgesprochen. (NWZ berichtete)

Petrich erklärte den Christdemokraten die gewachsenen Strukturen seiner Grundschule. Es bestehe die Notwendigkeit, gerade den jüngsten im Schulsystem viel Zuneigung und Aufmerksamkeit zu schenken. Bei einer Umwandlung der Grundschule würden ca. 37 Wochenstunden gestrichen. Die Lehrer sollten diese eingesparten Unterrichtsstunden an anderen Schulen ableisten, zum Nachteil der Grundschule in Kirchhatten.

Für die fehlenden Stunden sollten freiwillige, pädagogische Mitarbeiter gesucht und eingesetzt werden. Das funktionierende Schulgebilde würde im täglichen Ablauf sehr gestört werden, so Petrich.

Auch die Union wolle diese zusammengewachsenen und verständnisvollen Strukturen erhalten wissen, erklärte Huck im Anschluss an das Treffen in der Grundschule.