KIRCHHATTEN - Diverse Unklarheiten haben in der jüngsten Sitzung des Schul- Bildungs- und Kulturausschusses der Gemeinde im Rathaus dazu geführt, dass sich die Ausschussmitglieder vorerst nicht für einen Antrag auf Umwandlung der Waldschule Hatten in eine Oberschule entscheiden wollten.
Der Antrag zur Einrichtung einer Oberschule ohne gymnasialen Zweig war in der Gemeinde allgemein befürwortet worden. Unklar war dann aber, ob die Gemeinde die Schulträgerschaft für die Waldschule automatisch behalten würde, oder ob sie sie neu beantragen müsste. Sie strebe eine grundsätzliche Verständigung der Landkreis-Gemeinden zum Thema Schulträgerschaft an, erklärte Bürgermeisterin Elke Szepanski. Der Antrag zur Umwandlung kann noch bis Ende Mai gestellt werden. Der Ausschuss will jetzt abwarten, bis das nötige Landesgesetz verabschiedet ist und dann, falls nötig auch auf einer Sondersitzung, entscheiden.
Mehr Schüler für Waldschule
Informiert wurden die Ausschussmitglieder von Bürgermeisterin Szepanski auch darüber, dass auf die Waldschule in den kommenden Jahren mehr Schüler als erwartet zukommen könnten. In der kürzlich verabschiedeten „Verordnung für die Schulorganisation“ sei die Klassengröße für Integrierte Gesamtschulen (IGS) von 30 auf 26 abgesenkt wurden. Dadurch würden an der fünfzügigen IGS in Wardenburg 20 Plätze fehlen. Die Schüler, die dort nicht unterkommen, müssten zukünftig vermutlich zum größten Teil die Waldschule besuchen.
Gesprochen wurde auch über das Medienkonzept der Waldschule. Die Schule hat um einen festen Etat in Höhe von 12 000 Euro jährlich, zusätzlich zum Schulbudget, beantragt. Dafür soll zusätzliche Computertechnik beschafft und die bestehende auf einem aktuellen Stand gehalten werden.
Der Schul- Bildungs- und Kulturausschuss will vor sich seiner Zustimmung aber eine eigene Vorstellung von der Medienarbeit an der Waldschule machen. Schule und Verwaltung sollen bis zur nächsten Sitzung außerdem ein Konzept ausarbeiten, aus dem hervorgeht, wofür die Mittel eingesetzt werden sollen.
Geld für Schützen
Zugestimmt hat der Ausschuss einem Zuschuss-Antrag des Schützenvereins Sandkrug. Der Verein muss seinen Kleinkaliber-Schießstand nach Auflagen des Landkreises mit einer Belüftungsanlage ausrüsten und möchte bei dieser Gelegenheit auch gleich Isolierungsarbeiten zur Wärmedämmung vornehmen lassen. Der Ausschuss sprach sich für einen Zuschuss in Höhe von maximal 4935 Euro aus.
