KIRCHHATTEN - An der Grundschule Kirchhatten werden die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen wieder nach Jahrgangsstufen getrennt unterrichtet. Wie Schulleiterin Friederike von der Aa und ihr Stellvertreter Johannes Petrich am Donnerstagabend im Schul-, Bildungs- und Kulturauschuss berichteten, stellt die Schule die Erprobung des jahrgangsgemischten Unterrichts ein. Von der Aa und Petrich berichteten auf Antrag der CDU. Er sei in den vergangenen Monaten häufig von besorgten Eltern angesprochen worden, erklärte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Manfred Huck.
Lehrkräfte ausgefallen
An der Kirchhatter Schule wurden in der Vergangenheit die ersten beiden Klassen gemeinsam in der sogenannten Eingangsstufe unterrichtet. Mit dem jahrgangsgemischten Unterricht wurde dieses Konzept zunächst auf die dritte Jahrgangsstufe ausgeweitet. Ziel der Erprobung war es, das individuelle Lerntempo der Schüler in den höheren Klassen besser zu berücksichtigen. Die Schulinspektion hatte in der Eingangstufe in diesem Bereich gute Ergebnisse erbracht, nicht aber in den höheren Klassen. Dieses Problem hoffte die Schule mit dem jahrgangsgemischten Unterricht bis Klasse vier zu lösen.
Bedenken von Eltern habe es bereits zum Start der Erprobung gegeben, erklärten von der Aa und Petrich. Bei der Umsetzung musste das Kollegium zeitgleich den Wandel von der vollen Halbtagsschule zur verlässlichen Grundschule bewerkstelligen. Dann, so erklärten von der Aa und Petrich, musste die Schule auch noch den längerfristigen Ausfall von zwei Klassen- und einer Fachlehrerin ertragen, Ersatzkräfte seien in diesem System unerfahren gewesen. Schließlich sei die Entscheidung gefallen, die Erprobung des Modells zu beenden. Wir waren vor dem Versuch eine sehr gute Schule. Wir wollten noch besser werden. Jetzt gehen wir zunächst zu unserem alten System zurück und sind weiter eine sehr gute Schule, sagte Friederike von der Aa gegenüber derNWZ
.Manfred Huck zeigte sich beruhigt, dass die Schule die Erprobung beendet habe. Angesichts der personellen Ressourcen sei das eine kluge Entscheidung gewesen, sagte auch FDP-Chef Niels-Christian Heins, der die Schule für ihre Engagement in der Entwicklung neuer Ideen ausdrücklich lobte. Auch Susann Kügler (Grüne) bedauerte ausdrücklich, dass die Schule zurückrudern müsse.
Brunnen für Kita
Die Bildung blieb auch Thema im Zuge der Haushaltsberatung. So entspann sich eine Diskussion, welche Schulen in welchem Umfang mit neuen Medien, etwa elektronischen Tafeln ausgestattet werden sollten. Über einen entsprechenden Antrag der Grundschule Sandkrug soll im Nachtragshaushalt entschieden werden. Auf Antrag von Susann Kügler wurden 2000 Euro für einen Brunnen und eine Pumpe für die Kindertagesstätte in der alten Dorfschule Hatterwüsting zusätzlich in den Haushalt aufgenommen. Die CDU, die diese Ausgabe nicht mittragen wollte, stimmte deshalb gegen den Haushaltsentwurf.
