KIRCHHATTEN - Die Eltern an der Grundschule Kirchhatten stehen geschlossen hinter der Forderung des Schulelternrates, die Umwandlung der Schule von einer Vollen Halbtagsschule in eine Verlässliche Grundschule zu verhindern. (NWZ berichtete)

Bei einer Informationsveranstaltung am Montagabend verkündete Gerd-Peter Reichelt das Ergebnis einer Umfrage unter den Eltern. 166 Familien haben Kinder an der Schule, 165 Rückmeldungen gab es. Das Ergebnis ist deutlich: 162 Familien wollen die bisherige Schulform beibehalten.

Mit dieser klaren Entscheidung im Rücken wollen die Eltern sich an diesem Mittwochmorgen um 9.30 Uhr auf den Weg von der Schule zum Rathaus machen.

Dort wollen sie Bürgermeisterin Elke Szepanski dazu bewegen, eine Sondersitzung des Gemeinderates einzuberufen. Die Eltern erhoffen sich ein einstimmiges Votum des Rates für den Erhalt der vollen Halbtagsschule.

Für die Schüler ist der Marsch zum Rathaus ein Unterrichtsgang, also eine Schulveranstaltung, sie werden von ihren Lehrern begleitet.

Nach den bisherigen Plänen der Landesregierung würde die Schule ab dem Schuljahr 2010/2011 zur verlässlichen Grundschule – was den Verlust von Lehrerstunden zur Folge hätte. Stattdessen würden pädagogische Mitarbeiter eingesetzt, die aber keinen regulären Unterricht erteilen dürfen. Welche Qualifikation diese Mitarbeiter hätten, wollten viele Eltern am Montagabend vom kommissarischen Schulleiter Johannes Petrich wissen. Das konnte der allerdings auch nicht genau sagen. Von Studenten bis Sozialpädagogen kämen viele Gruppen in Frage. Petrich, der kurz die Entwicklung der vollen Halbtagsschule in Kirchhatten seit 1990 nachzeichnete, machte klar, dass er und seine Kollegen ebenfalls unbedingt am aktuellen Modell festhalten wollen.

Die Unterstützung der FDP-Fraktion im Gemeinderat signalisierte Wilfried Witte bei der Versammlung. Und auch aus Wildeshausen kommt Rückendeckung: Die Landtagsabgeordnete der Linkspartei, Kreszentia Flauger, untersetzt laut einer Pressemitteilung das Engagement der Eltern.