KIRCHSEELTE - Ein einstimmiges Votum hat der Samtgemeinderat zur Schulvereinbarung zwischen der Stadt Wildeshausen und der Samtgemeinde Harpstedt abgegeben.

Auf der Sitzung am Dienstagabend im Dreimädelhaus in Kirchseelte stimmten alle Ratsmitglieder dafür. Die Vereinbarung würde dann greifen, wenn in Harpstedt eine Integrierte Gesamtschule (IGS) eingerichtet wird. Sie regelt, dass Haupt- und Realschüler aus Harpstedt, die keine IGS besuchen wollen, in Wildeshausen beschult werden können.

Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes erläuterte, dass die Vereinbarung ähnlich der zwischen den Gemeinden Wardenburg und Hatten aussehe – mit einer Abweichung. Falls es an der Haupt- oder Realschule in Wildeshausen zu Bautätigkeiten kommen sollte, werde sich die Samtgemeinde entsprechend der Anzahl der Schüler aus Harpstedt an den Kosten beteiligen. Der Wildeshauser Stadtrat hatte dieser Vereinbarung bereits in seiner Dezember-Sitzung mit großer Mehrheit zugestimmt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Hartmut Post gab noch einmal seiner Hoffnung Ausdruck, dass es dem Landkreis gelinge, vom Land eine Ausnahmegenehmigung für die Einrichtung einer IGS in Harpstedt zu bekommen. Dann wären statt fünf Klassen nur noch vier Klassen pro Jahrgang notwendig – festgelegt auf eine Laufzeit von zehn statt 14 Jahren.

Post begrüßte den Vorschlag des Hatter SPD-Landtagsabgeordneten Axel Brammer, alle weiterführenden Schulen in die Trägerschaft des Landkreises übergehen zu lassen: „Da kann ich mich anschließen.“

Uwe Cordes gab zu bedenken: „Wir haben 30 Jahre lang eine Schulstruktur gehabt, die funktioniert hat. Er halte es schon für wichtig, wenn man als Gemeinde selbst Regie führe und eine Schule selbst steuern könne. Demnächst sei ein kreisweites Treffen zwischen Schulvertretern und Verantwortlichen aus den Verwaltungen zu diesem Thema geplant.