Zetel/Grabstede - „Es geht darum, den Beruf aufzuwerten. Wir wollen mehr Anerkennung für die Arbeit, die wir tun. Es geht hier schließlich um frühkindliche Bildung“, sagt Elfriede Geisendorff-Mikulka, Sprecherin der streikenden Erzieherinnen in der Gemeinde Zetel. In einem Gespräch mit der NWZ  am Donnerstag erklärt sie, warum die kommunalen Kindertagesstätten (Kitas) in der Gemeinde Zetel weiter geschlossen bleiben. „Es ist zwar so, dass mal ein Vorschlag der Arbeitgeber zu einer Lohnerhöhung auf dem Tisch lag, aber der ist so weit von der Realität entfernt, dass er für uns nicht ernstzunehmen ist“, sagt sie. Wie lange die Kitas geschlossen bleiben, sei nicht klar. „Wir warten darauf, dass sich auf der Seite der Arbeitgeber etwas bewegt. Sobald ein Angebot da ist, wird der Streik ausgesetzt.“ Einfach falle ihr das Streiken nicht. „Für uns ist es eine sehr hohe emotionale Belastung, die Eltern in so eine Situation zu bringen. Es ist ein absoluter Zwiespalt“, sagt sie.

Betroffen sind der Kindergarten Südenburg, der Kindergarten im Schloss, der Kindergarten in der Astrid-Lindgren-Grundschule Neuenburg und die Krippe Emkenburg sowie das Jugendzentrum „Steps“.

Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann sagte am Donnerstag auf Nachfrage der NWZ: „Die Gemeinde Zetel wird einen Notdienst aufrechterhalten. Heute gibt es außerdem ein Treffen mit dem Gemeindeelternrat.“ Der Notdienst ist im Kindergarten an der Astrid-Lindgren-Grundschule (Astede 8) eingerichtet (NWZ  berichtete). Informationen zum Notdienst erteilt Zetels Sozialamtsleiterin Sabine Ronken unter Tel. 04453/935251.

In Bockhorn bleibt der Kommunale Kindergarten Grabstede (Achterlandsweg 4) einschließlich der Außenstellen in den Grundschulen Grabstede und Steinhausen geschlossen.

Sandra Binkenstein
Sandra Binkenstein Thementeam Soziales