KLEIN KöHREN - Mit großer Einmütigkeit hat sich der Harpstedter Samtgemeinderat dafür ausgesprochen, für den Standort Harpstedt eine interkommunale Integrierte Gesamtschule (IGS) beim Landkreis Oldenburg zu beantragen, und das bereits zum Schuljahr 2011/2012. Alle 28 anwesenden Ratsmitglieder stimmten auf der Sitzung am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Klein Köhren für die Einrichtung einer IGS.
In der Einwohnerfragestunde zum Ende der Sitzung dankte Elternvertreter Nicolai Wacker dem Rat für dieses „deutliche Zeichen“, mit dem er nicht unbedingt gerechnet habe.
Mit der zweiten IGS im Landkreis Oldenburg den Schulstandort Harpstedt nachhaltig zu sichern, war das Hauptargument der Kommunalpolitiker. Weiter führten sie an: „Unsere Gebäude sind vorbildlich“, betonte Hartmut Post (CDU). Heinz-Jürgen Greszik (SPD) ergänzte: „Seit die Orientierungsstufe vor sieben Jahren abgeschafft wurde, sind die räumlichen Kapazitäten da.“
Um die notwendigen Schülerzahlen für eine IGS zusammenzubekommen, befindet sich die Samtgemeinde bereits in Gesprächen mit den umliegenden Kommunen wie Wildeshausen, Dötlingen, Bassum und Twistringen, berichtete Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes.
CDU- und SPD-Fraktion dankten ausdrücklich der Elternschaft, die sich in den vergangenen Monaten intensiv für die IGS eingesetzt habe. Dennoch sei bei vielen Eltern eine Aufklärung notwendig, was eine IGS genau sei, meinte Walter Raem (SPD). „Vor allem die Eltern, deren Kinder jetzt in die Grundschule gehen, sind aufgerufen, wach zu werden“, meinte Greszik.
Möglichst schon nach den Sommerferien soll nach Wunsch der Samtgemeinde eine Elternbefragung stattfinden. Dieses Ansinnen teilte Cordes Landrat Frank Eger gleich am Dienstagmorgen in einem Schreiben mit. Darin bittet er Eger um einen kurzfristigen Termin, an dem auch ein Vertreter der Landesschulbehörde teilnehmen sollte.
