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Bildung Kleine Experten lösen Alltagsprobleme

Sonja Klanke

Oldenburg/Ganderkesee - Mit weißen Kitteln und Schutzbrillen ausgestattet zelebrieren Lasse und seine Schulkameraden am Dienstag einen besonderen Moment in der Geschichte der Grundschule Lange Straße: Sie ist erste Forschergrundschule im Landkreis Oldenburg. Die Auszeichnung kommt von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Neben einer Plakette gibt es auch einen Koffer mit einer ersten Ausstattung.

Oldenburger im Einsatz

Die gemeinnützige Stiftung engagiert sich seit 2006 für bessere Bildung im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. „Bisher sind im Landkreis Oldenburg nur Kindergärten ausgezeichnet worden, Schulen noch nicht“, sagt Dr. Ines Oldenburg von der Universität Oldenburg.

Die Uni kooperiert mit der Stiftung und schickt seit anderthalb Jahren halbjährlich Lehramtsstudenten zum Methodentag an die Grundschule Lange Straße. Dort bringen sie den Schülern Arbeits- und Lernmethoden bei. „Die Studierenden können hier die Praxis proben“, so Oldenburg.

In Zukunft soll die Kooperation um Experimentiertage erweitert werden – der erste findet am 7. Juni statt. 90 Studierende kommen dann an die Schule und experimentieren mit den Kindern in kleinen Gruppen zu Themen wie Magnetismus und Brückenbau. „Die Gruppen gehen einer Forschungsfrage, meist einem Alltagsproblem, nach. Sie sollen lernen, wie ein Forscher vorgeht“, erklärt Oldenburg. Am Nachmittag sind die Kinder dann bereits Experten und wissen, wie man eine Brücke ganz ohne Kleber, Presslufthammer und Beton baut. Sie zeigen ihren Eltern zum Abschluss des Tages, was sie erforscht haben.

Neue Felder erforschen

Die Inhalte hat die Uni mit den Lehrern der Grundschule abgesprochen. „Sie haben Themen genannt, die noch im Lehrplan anstehen“, erklärt Claudia Fischer. Die Fachkonferenzleiterin Sachunterricht der Grundschule Lange Straße bestätigt, dass die Hilfe der Studierenden eine große Arbeitserleichterung sei: „Gerade in den ersten und zweiten Klassen sind Experimente sehr aufwendig.“ Mit dem Experimentiertag, der laut Schulleiter René Jonker voraussichtlich einmal pro Jahr stattfinden wird, sollen die Kinder auch auf den Unterricht an den weiterführenden Schulen vorbereitet werden.

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