Altenoythe - Die Mädchen und Jungen haben ihre weißen Kittel angezogen. Auf dem langen Tisch vor ihnen stehen mehrere Gefäße. Plötzlich wird es dunkel in der Turnhalle des Piccolino-Kindergartens in Altenoythe. Die Erzieherinnen Irmgard Ortmann und Brigitte Oltmann gießen verschiedenfarbige Flüssigkeiten in die Tassen und Becher. Taschenlampen werden verteilt und jedes einzelne Kind muss nun herausfinden, welche Farbe das Wasser in seinem Becher hat. Schnell merken die kleinen Kinder, dass das nicht so einfach ist, da ihnen Licht und Schatten so manchen Streich spielen.
Zweimal in der Woche kommen je Gruppe einige Kinder zusammen, um zu experimentieren und zu forschen. Anschließend erzählen die Mädchen und Jungen in ihren Gruppen in eigenen Worten, was sie gemacht und gelernt haben. Alles wird dann schön säuberlich in ein Forschertagebuch eingetragen.
Bereits seit zwei Jahren treffen sich die Kinder mit ihren Erzieherinnen in dem hauseigenen Labor, schließlich ist der Piccolino-Kindergarten seit 2014 ein „Haus der kleinen Forscher“. Dieses Zertifikat wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung verliehen. Im Laufe von zwei Jahren muss die Einrichtung beweisen, dass sie diese Auszeichnung auch verdient hat.
Der Altenoyther Kindergarten hat alle Vorgaben erfüllt und bekam am Montag von Ursula Meyer-Burke vom Netzwerkpartner VHS Cloppenburg erneut das Zertifikat überreicht. „Kinder lernen, Fragen zu stellen und haben ein Interesse daran, auch selbst Antworten zu finden“, hob Meyer-Burke die Sinnhaftigkeit dieses Projektes hervor und zeigte sich sehr erfreut über die Begeisterung der kleinen Altenoyther Forscher.
