Nordenham - „Kinder sind von Natur aus kleine Forscher“, weiß Heide Schlack, die stellvertretende Leiterin des Kindergartens Mitte. Am „Forschertag“ präsentierten die Kindergarten- und Krippenkinder ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern und allen anderen Gästen die Experimente, an denen sie in den vergangenen Wochen geforscht hatten.
Zu den Themen der Projektwochen gehörten Strom, Energie, Wind und Luft sowie das Thema „rund um den Apfel“. Am Freitag durften die Mädchen und Jungen auch die Experimente der anderen Gruppen ausprobieren. In allen Räumen wurde ihnen etwas geboten. Und so wuselten die jungen Forscher zwischen den einzelnen Experimentierstationen herum.
Spannende Stationen
An der Station „Stromkreise“ konnten die Kinder mit Hilfe von Batterien und Kabeln Glühbirnen zum Leuchten bringen und kleine Ventilatoren in Gang setzen. „Das habe ich alles zusammengebaut. Hier gibt es einen Schalter und Licht“, erklärte der fünfjährige Lennon fachmännisch. „Ganz schön schwierig“, fand er das Experiment, doch Spaß gemacht hat es ihm trotzdem.
Auch die älteren Kinder, die in den Ferien ihre Geschwister im Kindergarten besuchten, staunten nicht schlecht. „Hä? das geht ja gar nicht“, sagte der achtjährige Joel verblüfft, bei dem Versuch eine kleine Kugel aus Alufolie in eine Flasche zu pusten. Doch statt in die Flasche zu fallen, kam ihm die Kugel jedes Mal wieder entgegen.
Beim Experiment „der tanzende Stern“ legten die Kinder einen Papierstern auf einen Korken. Mit einem Lineal, das sie vorher mittels Reibung an einem Wollstoff statisch aufgeladen hatten, brachten sie den Stern zum „Tanzen“. Mit der mit Hilfe von Ventilatoren und Föhnen konnten sie Ballons und Tischtennisbälle in die Luft steigen lassen.
„Die Kinder haben sich richtig auf den Tag gefreut, um ihren Eltern die Experimente zu zeigen und selbst die Experimente der anderen Gruppen auszuprobieren“, sagte Heide Schlack. Von den zweijährigen Krippenkindern bis zu den sechsjährigen Kindergartenkindern nehmen die Mädchen und Jungen die Experimente immer sehr gut an, erzählte sie.
Ziel des Kindergartens, der als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert ist, sei es, die Kinder so früh wie möglich in den Naturwissenschaften zu fördern. Doch natürlich dürfen sie auch im Kindergarten Mitte ganz normal spielen und basteln.
Spielerisch lernen
In den Kindergartenalltag sind aber auch immer kleine Experimente eingeflochten, an denen die Mädchen und Jungen naturwissenschaftliche Phänomene ausprobieren können. Die Kinder hätten Spaß und Freude daran und lernen so spielerisch, sagt Heide Schlack.
„Man kennt es ja selbst, alles was ich selber tun und anfassen kann, dazu kann ich schneller einen Bezug entwickeln, als wenn ich es nur in einem Buch nachlese“, betonte die stellvertretende Kindergartenleiterin.
Um auch die Eltern und Familie einzubeziehen, veranstaltet der Kindergarten an der Albert-Schweitzer-Straße zwei- bis dreimal im Jahr die Forschertage.
