Ganderkesee - „Und Action!“ hieß es am Samstagvormittag in der Sporthalle der Grundschule Lange Straße. Dort fiel zum allerletzten Mal die Klappe für das Projekt „!Respect“. Sportfilmer und -fotograf Isaak Papadopoulos hatte Kameras und Stativ aufgebaut, um die Erst- bis Viertklässler bei unterschiedlichen Spielen aufzunehmen.

„!Respect“ schult spielerisch den wertschätzenden Umgang miteinander. An diesem Projekt nimmt die Grundschule Lange Straße seit 2012 teil. Auf dem Stundenplan der Erstklässler stehen pro Jahr sechs Stunden zum Thema Konfliktvermeidung, in den folgenden Jahren wird das Erlernte in zwei Stunden je Schuljahr aufgefrischt. Und auch die Eltern bekommen die Inhalte auf Infoabenden vermittelt.

„Nachhaltigkeit ist wichtig, hier an der Langen Straße wiederholen wir die Spiele regelmäßig. Damit die Lehrer das auch ohne die Trainer können, wollen wir die Spieleanleitungen mit Fotos und Videos im Internet bereitstellen“, erklärt Oliver Henneke, Trainer und Vorstand des Vereins „!Respect“, der bei den Dreharbeiten von Trainer Björn Rudolph unterstützt wurde. Ursprünglich wollte der Verein dafür eine App generieren, aber die Pflege wäre laut Oliver Henneke zu teuer geworden.

Seit Dezember standen für die Produktion 40 Kinder aus der Grundschule Lange Straße vor der Kamera. Gedreht wurde an fünf Terminen. Morgens waren jeweils zweieinhalb Stunden 20 Erst- und Zweitklässler an der Reihe, nachmittags folgten ebenfalls für zweieinhalb Stunden 20 Dritt- und Viertklässler. Knapp 40 Spiele hat der Verein nun im Kasten.

Der Verein drehte und fotografierte nur an der Grundschule Lange Straße. „Astrid Pape-Westermann war von den vielen tausend Lehrerinnen und Lehrern die engagierteste, der dieser Bereich sehr am Herzen liegt“, freute sich Oliver Henneke über die Unterstützung der Lehrerin. Und auch die Eltern zeigten sich begeistert: Deutlich mehr als nötig meldeten ihre Kinder für den Dreh an.

Wann die Plattform im Internet zu finden ist, steht noch nicht ganz fest. Auch die Bezahlung ist noch nicht geklärt. Der Zugriff soll Lehrer aber nur etwa ein bis zwei Euro monatlich kosten, so Henneke.