Wildeshausen - Die Entwicklung der Schullandschaft in Wildeshausen ist mit einigen Fragezeichen versehen. Wie entwickelt sich die Schulstruktur auf Landesebene weiter? Wie wirkt sich die Ausweisung neuer Baugebiete in der Kreisstadt aus? Welche Auswirkung wird die Einführung der inklusiven Schule haben? Welchen Einfluss haben weitere Zuzüge aus Osteuropa auf die Schulen in Wildeshausen? Mit diesen Fragen wird sich der Schulausschuss am Dienstag, 30. September, um 18.15 öffentlich im Stadthaus beschäftigen.

Die neueste Umfrage der Stadt zur Ganztagsgrundschule hat ergeben, dass sich 52,77 Prozent der teilgenommen Eltern dafür ausgesprochen haben, 1387 Fragebögen waren ausgegeben worden. 50 Prozent der Eltern haben die Fragebögen ausgefüllt. Die Einführung von Ganztagsgrundschulen würde neue Herausforderungen hinsichtlich der Gebäude nach sich ziehen, zum Beispiel Mensa.

Dass es bereits jetzt Raumprobleme gibt, zeigen die Mobilbauklassen an Wallschule und Holbeinschule. Die beiden Grundschulen sowie die dritte in der Stadt, die Sankt-Peter-Schule, haben Konzepte für den künftigen Raumbedarf erstellt. Darin sind die Themen Ganztagsschule und Inklusion enthalten. Die Investitionskosten, die ein Planungsbüro ermittelt hat, belaufen sich auf drei Millionen Euro, an der Holbein- und Sankt-Peter-Schule auf etwa 3,25 Millionen Euro.

Hinsichtlich möglicher Investitionen wird die Stadt auch die Schülerentwicklungszahlen im Blick behalten. Die Schülerzahlen werden in den kommenden Jahren wahrscheinlich langsam sinken, auch wenn die Stadtverwaltung nach dem aktuellen Meldestand im Jahr 2016 mit einem neuen Höchststand rechnet. Vor einer Woche wurden an den drei Wildeshauser Grundschulen noch mehr als 200 Jungen und Mädchen eingeschult, für das Jahr 2019 werden in der Prognose von vor einem Jahr 157 Kinder erwartet.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg