Barßel/Oldenburg - Einen Besuch stattete der Vorstand der Kolpingfamilie Barßel dem Projekt des Kolpingwerks Land Oldenburg „Kolping Jugendwohnen“ in Oldenburg ab. Die Einrichtung bietet jungen Menschen in Ausbildung und Studium mehr als nur ein Dach über dem Kopf und ein Zimmer mit Bett. Die Männer und Frauen des Barßeler Gesellenvereins mit Präses Pfarrer Ludger Becker an der Spitze waren aber nicht mit leeren Händen angereist. Die Oldenburger Einrichtung erhielt einen Scheck über 500 Euro aus dem Erlös vom Oldenburger Kolpingtag, der im Mai in Barßel mit weit über 1000 Kolpingschwestern und -brüdern stattfand. Neben dem Geldsegen gab es außerdem ein großes Kreuz.

Die Leiterin von „Kolping Jugendwohnen“, Mechthild Koopmann, freute sich über die Geschenke. „Für das wunderbare Kreuz werden wir einen angemessenen Platz in unserem Hause finden. Mit dem Geld werden wir Bilder und Ähnliches anschaffen, um damit Räume und Flure zu verschönern“, sagte die Leitering, die den Gästen Jugendwohnen vorstellte.

Jugendwohnen ist eine Leistung aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz und richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren, die aufgrund der Teilnahme an einer schulischen oder beruflichen Bildungs- und Eingliederungsmaßnahme oder aus sonstigen sozialen Gründen Familie und Heimat verlassen und an einem anderen Ort auf sich allein gestellt sind. Angeboten wird Jugendwohnen an der Kaiserstraße in Oldenburg. „Hier erleben junge Menschen das Miteinander, weil wir Gemeinschaft pflegen“, sagte Koopmann. Jugendwohnen unterstützt den erfolgreichen Ausbildungsabschluss, wie das Forschungsprojekt „leben, lernen, Chancen nutzen“ in einer Bewohnerbefragung festgestellt hat. 95 Prozent der Bewohner im Jugendwohnen haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Die jungen Erwachsenen würden sich in der Einrichtung zu Hause fühlen, Gemeinschaft mit Gleichaltrigen erleben und unter anderem Sport miteinander treiben, so Koopmann. Mit dem Jugendwohnen kehre man zu den Ursprüngen des Kolpingwerkes als Gesellenverein, der Jugendlichen auf Wanderschaft ein Zuhause in der Fremde bieten will, zurück. „Ich bin von der Einrichtung sehr begeistert“, sagte der Vorsitzende der Barßeler Kolpingfamilie, Hans Geesen.